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transform!at verein zur förderung linker diskurse und politik
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Bilder einer Epidemie

Wenn Sie die nunmehr einzig relevanten Bezirksdaten suchen, finden Sie diese hier.

Die Simulation ist nicht mehr hier!
Sie trinkt nun anderswo ihr Bier ;-)

The website has moved. Please click here!

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Schweden tickt anders (im Vergleich mit anderen Ländern)

Schweden verzichtet in der Bewältigung der Corona-Krise weitgehend auf staatlichen Zwang. Warum?



Dazu ist eine Kulturkarte der Welt aus der Presse eine gute Orientierungshilfe.
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Offener Brief an Frau Bundesministerin Köstinger

Ich weiss von folgenden webinar-Terminen und ihren Aufzeichnungen: Mittowch, 22. April, ab 19:00 Uhr
Alex Demirovic von der Rosa Luxemburg Stiftung (RLS) transform! europe wird ein Online- Interview zur aktuellen Corona- Krisensituation geben. Das Interview wird auf Deutsch mit Englischem Simultandolmetsch geführt. Es wird im webinar Möglichkeit zum schriftlichen Fragenstellen per "Frage&Antwort" Box geben. Zum Registrieren und zum Erhalten des persönlichen Zugangslinks, bitte hier klicken.


Sehr geehrte Frau Bundesministerin,
ich habe soeben aus den Medien erfahren, dass Sie daran denken, bald die Grenze nach Deutschland aufgrund eines zukünftigen bilateralen Abkommens für Touristen zu öffnen. Ich bin so wie Sie für eine möglichst rasche Herstellung von normalen Verhältnissen, als Sozialkybernetiker gebe ich nur zu bedenken, dass der Zeitpunkt der Öffnung ganz wichtig ist. Ich teile nicht die Auffassung von Dr. Sprenger, dass wir zur Vermeidung vieler Todesfälle und IntensivpatientInnen nur die Wahl haben, zu warten, bis es eine Impfung oder ein tolles neues Medikament gibt. Ein alternativer Weg wäre, die nächsten Tage (auf jeden Fall bis zum 28. April - siehe mein Simulationsmodell unter http://transform.or.at) zu warten, bis es in Österreich keine von innen her kommende Infizierten mehr geben würde (das könnte man durch einen Stichprobentest von SORA vielleicht überprüfen). Wir müssten in Österreich unsere Grenzen allerdings solange dicht halten (auch gegen Deutschland), bis es auch in Deutschland keine Infizierten mehr gibt. Das ist aber nur möglich, wenn bis dahin auch Deutschland seine Grenzen (und Flughäfen) gegenüber neuen Virusträgern abschottet. Derzeit hat Deutschland noch einen längeren Weg zurückzulegen als wir.
….(Zwei Bilder im Originaltext eingefügt)….
In Österreich ist der Rückgang der Infizierten schon weiter als in Deutschland (wir hatten heute nur 59 Fälle, sie könnten aber ev. wieder ansteigen), aber beide befinden sich sozusagen auf der gleichen Schiene, Österreich ein wenig voran, Deutschland etwas dahinter mit 2-3.000 Neuansteckungen pro (man bedenke den Größenunterschied von 10 zwischen beiden Ländern).

In Österreich könnten wir nach dem 28. April (und einigen Tagen Sicherheitsabstand) bei kontrollierten Grenzen und Flughäfen (mit Quarantäne, Tests und zu mindestens Fiebermessung) alle Einschränkungen aufheben, da die Viren ausgehungert wären. Dadurch könnten Österreich viele Erkrankungen, Tote und IntensivpatientInnen und der Wirtschaft hohe Verluste in Milliardenhöhe erspart bleiben.
Ich wäre sehr froh, wenn Sie diese Variante in Ihre Überlegungen einbeziehen würden.
Es ist besonders in Zeiten wie diesen wegen der Informationsüberflutung sehr schwer durch das mediale Rauschen zu gelangen. Als Beispiel sehen Sie nachstehend meinen ziemlich verzweifelten Versuch, meine Einsichten an die richtige Stelle zu befördern.
Mit besten Grüßen und herzlichem Dank für Ihre Aufmerksamkeit
Peter Fleissner, Sozialkybernetiker
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Arbeitslosenalarm!

Immer mehr KurzarbeiterInnen, per 20. Mai schon mehr als 1,3 Millionen.

Derzeit schon 562.522 Arbeitslose

oe24 m meldete am Mittwoch noch: Montag bis Mittwoch zusammengerechnet um 74.000 mehr Arbeitslose als noch Sonntagabend. Laut ORF von Freitag sind es seit Montag zusätzlich beinahe 100.000 geworden.

Die Corona-Krise und die verordneten Betriebsschließungen lassen in Österreich weiterhin stark die Arbeitslosenzahlen steigen. Seit dem Start der Ausgangsbeschränkungen gibt es Montag bis Mittwoch zusammengerechnet um 74.000 mehr Arbeitslose als noch Sonntagabend, sagte AMS-Vorstand Johannes Kopf am Donnerstagnachmittag zur APA.

Von den 74.000 neuen Arbeitslosen würden 29.000 aus dem Tourismus, 8.000 vom Bau und 6.500 hauptsächlich aus der Leiharbeitsbranche stammen, so der AMS-Chef.

Ab sofort können Unternehmen die neue Kurzarbeitsregelung in Anspruch nehmen und beim AMS (Arbeitsmarktservice) beantragen. Alle Informationen zur Kurzarbeit sind auf der Website des AMS verfügbar, unter anderem das Kurzarbeit-Begehren, Pauschalsatztabellen und Pauschalsatz-Erläuterungen.

ACHTUNG: Keine Kündigungen mit Wiedereinstellungszusage unterschreiben
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Soziale Folgen der Coronakrise mildern!

(17.3.2020) Das Verständnis und die Disziplin der Bevölkerung bei der Befolgung der verordneten Maßnahmen ist in den meisten österreichischen Regionen vorbildlich. Die regierungsamtlichen Maßnahmen verbleiben allerdings im Rahmen einer unmittelbar von der Pandemie herausgeforderten Reaktion und lassen auch ihre nachhaltigen sozialen Folgen außer Acht.
Bitte hier klicken!
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Unfaire Anhörung von Assange in London

Reporter ohne Grenzen ist in höchstem Maße beunruhigt, dass die USA in London in der ersten Woche der Anhörung über die Auslieferung von Wikileaks-Gründer Julian Assange erneut keine Beweise für die ihm vorgeworfenen Straftaten vorgelegt haben.

Die Organisation hat die Anhörung bisher im Woolwich Crown Court beobachtet und war zeitweise mit drei Vertreterinnen und Vertretern in London anwesend. An der Mission nahmen RSF-Generalsekretär Christophe Deloire, der Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen Deutschland Christian Mihr und die Leiterin des UK-Büros Rebecca Vincent teil. Zudem demonstrierten Vertreterinnen und Vertreter von Reporter ohne Grenzen am Tag vor Anhörungsbeginn vor dem Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh, in dem Julian Assange unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen inhaftiert ist.
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Kritk von Walter Baier (transform-europ. netzwerk) am Regierungsprogramm

Regierungsprogramm: Kapitel „EU – Europa – Außenpolitik“

Allgemeine Vorbemerkung

Dass die ÖVP die Fortsetzung der unter Türkisch-Blau eingeschlagene antiliberale Richtung in der Migrations- und Menschenrechtspolitik im Koalitionspakt festschreiben konnte, wurde und wird ausgiebig kommentiert.
Wahrgenommen – zumindest in einer kritischen Öffentlichkeit – wird auch, dass keine der von der Regierung Kurz I durchgesetzten neoliberalen sozial- und arbeitsrechtlichen Verschlechterungen zurückgenommen werden wird. Die Bereiche Sozial- und Wirtschaftspolitik tragen überdies eine eindeutig neoliberale Handschrift.

Was bedeutet das gesellschaftspolitisch?
Bei der Präsentation des Regierungsprogramms am 2.Jänner erklärte Werner Kogler:
„Nun müsse man an der ‚großen Versöhnung von Ökonomie und Ökologie‘ arbeiten:“ (https://www.meinbezirk.at/wien/c-politik/oevp-und-gruene-praesentieren-regierungsprogramm_a3843384)
Ökonomie im Regierungsprogramm ist synonym mit neoliberaler Kapitalismus. Die im Regierungsprogramm gelisteten Maßnahmen ergeben einen Faden – bis in die kleinsten Details:
Senkung der Steuer und Abgabenquote, Senkung des Körperschaftssteuersatzes, Förderung der Investitionen von Privatbahnen, Liberalisierung des Bahnverkehrs, Entrepreneurship Education, Erarbeitung eines Konzepts, um unternehmerisches Denken im Bildungssystem zu verankern, Förderung des Wohnungseigentums… etc, etc…
Gesellschaftspolitisch handelt es sich um ein neoliberales Programm, dessen Kern die Senkung der Steuer- und Staatsquote ist. Die als notwendig erkannte Ökologisierung soll mit neoliberalen Instrumenten (ETS, Preisanreize, Marktmechanismen) stattfinden. Um die Akzeptanz der Begrünung“ bei Kapital und Industrie zu erhöhen, wird sie mit diversen Steuergeschenken vergoldet.
Sicherlich sind die Grünen keine „Klassenpartei“, die ÖVP ist aber eine. Das verleiht ihren Vorstellungen die Kohärenz, der die Grünen nichts entgegenzusetzen haben.

Das Kapitel „Österreich in Europa und der Welt“

Werner Kogler betonte bei der Präsentation des Regierungsprogramms vor dem Nationalrat „vor allem auch den proeuropäischen Charakter der neuen Bundesregierung:“ (https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200110_OTS0084/bundeskanzler-kurz-und-vizekanzler-kogler-praesentieren-schwerpunkte-des-regierungsprogramms )
Tatsächlich aber offenbart das Regierungsabkommen einen erschreckenden Provinzialismus, indem Europa durchgehend mit der Europäischen Union gleichgesetzt wird. OSZE (deren Sitz sich immerhin in Wien befindet) oder der Europarat, dessen Mitglied Österreich seit 1956 ist, finden nur eine beiläufige Erwähnung, ohne dass irgendeine Zielsetzung österreichischer Politik in ihnen genannt würde.
Allein dies entwertet das allgemeine Bekenntnis zur Neutralität zur belanglosen Floskel. Darüber hinaus lässt diese eingeschränkte Sicht auf Europa das Regierungsprogramm am friedenspolitischen Hauptthema, nukleare Abrüstung vorbeigehen.

Werner Koglers Ansage trifft also nur in dem eingeschränkten Sinn zu, dass man unter „pro-europäisch“ den in der Van der Leyen-Kommission verkörperten Mainstream der EU versteht.
Auch hier markiert die ÖVP die gesellschaftspolitisch entscheidenden strategischen Punkte:

+ Es braucht eine klare Haltung der EU-Kommission gegenüber Budgetsündern.
Der Punkt ist deshalb bemerkenswert, weil die Grünen 2011 im Parlament gegen den „Stabilitäts- und Wachstumspakt“ (Schuldenbremse) gestimmt haben und ihre Zustimmung auch im September 2019 zu einer Verankerung der Schuldenbremse in Verfassungsänderung verweigert hatten.
Im Kapitel auffindbare grüne Anliegen, deren Verwirklichung allerdings nichts kostet bzw. nicht in der Macht einer österreichischen Bundesregierung liegen. sind:
+ Konsequentes Eintreten für die ausreichende Finanzierung von Maßnahmen gegen die Klimakrise im EU-Budgetrahmen bis 2027
+ Einsatz für ein wirkungsvolles ETS-System und einen CO2 -Mindestpreis auf europäischer Ebene (Auf die von NGOs – zu Recht – formulierte Kritik am ETS-System kann hier nicht eingegangen werden.)
+ Die auf Initiative von Europäischem Rat und Europaparlament für zwei Jahre anberaumte „Konferenz zur Zukunft Europas“ (Wie erwähnt handelt es sich um die Zukunft der EU)
+ Einen neuen Vertrag für Europa – Bemerkenswert ist, dass auch hier die ÖVP den gesellschaftspolitischen Grundton vorgibt, in dem als einziges explizit genanntes Prinzip die „Subsidiarität“ genannten wird. Alle im Unterabschnitt „Institutionen“ genannten Ziele entsprechen dem neoliberalen Deregulierungskanon. Kein Wort über Demokratie, Soziale Gerechtigkeit, Geschlechtergerechtigkeit und Nachhaltigkeit.

Positiva:
+ Bekenntnis zu den 17 Nachhaltigen Entwicklungszielen
+ Ablehnung des MERCOSUR-Handelsabkommens „in der derzeitigen Form“ (sic!)
+ Eine klare Beitrittsperspektive für die Staaten des Westbalkans
+ Ziel ist es, hochspekulative Finanzprodukte, vor allem sogenannte Derivate und „high-frequency trading“-Aktivitäten, stärker zu besteuern. Der momentane Vorschlag der FTT-Gruppe wird diesem Anspruch aber nicht gerecht, sondern benachteiligt heimische Unternehmen am internationalen Kapitalmarkt. Österreich wird sich auf EU-Ebene für die Umsetzung einer zielgerechten FTT einsetzen. (Allerdings hängt die Verwirklichung nicht von der österreichischen Regierung ab.)
+ Fortsetzung der Bemühungen zur Einführung einer Digitalsteuer für internationale Großkonzerne auf internationaler oder europäischer Ebene im Sinne der Steuergerechtigkeit.
+ Einsatz auf europäischer Ebene für den Beitritt der Europäischen Union zur EMRK (im Justizkapitel enthalten)

Neutralität
Auf dem Gebiet der Neutralitätspolitik bewegt sich das Programm im Rahmen der inzwischen zur österreichischen Staatsräson gewordenen Doppelbödigkeit, die allerdings von der SPÖ eingeführt wurde. Neu ist, dass sich die Grünen diese nun voll angeeignet haben.
Einerseits positive Bekenntnisse:
+ Klares Bekenntnis zur österreichischen Neutralität
+ Stärkung der Rolle Österreichs als Vermittler in internationalen Konflikten
+ Österreich bekennt sich zu einem umfassenden Menschenrechtsschutz als fester und integraler Bestandteil der österreichischen Außenpolitik

Andererseits die reale Politik (im Abkommen enthalten oder dadurch wirksam, weil sie aus dem Regierungsabkommen ausgeklammert sind:
+ Initiativen für eine internationale Positionierung der EU als starke Akteurin
+ Verstärkte Zusammenarbeit im Bereich Sicherheit und Verteidigung auf europäischer Ebene
+ Österreich setzt sich für die Annahme von Beschlüssen mit qualifizierter Mehrheit in zusätzlichen Bereichen (z.B. Außenpolitik)
+ Damit bleiben auch alle militärpolitischen Kooperationen im Rahmen der NATO-Partnerschaft für den Frieden oder der EU aufrecht.
+ Rasche Stärkung von FRONTEX und enge Kooperation mit Transit- und Herkunftsländern sowie Partnern wie UNHCR.
+ Keine Unterzeichnung des EU-Migrationspaktes
+ Opposition gegen die Wiederaufnahme der Seenotrettung

Bekenntnis zur Abrüstungspolitik:
Aktiver Einsatz für die internationale Abrüstung und Einsatz für eine Welt ohne Atomwaffen – die Bundesregierung tritt weiterhin für ein globales Verbot von Atomwaffen ein und appelliert an alle Staaten, den Nuklearwaffenverbotsvertrag zu ratifizieren; Initiativen zur Abrüstung und Rüstungskontrollen sind fortzusetzen.
Aber inkonsequent:
Keine Erwähnung der durch die Kündigung des INF-Vertrags drohenden Gefahr eines nuklearen Wettrüstens mit Mittelstreckenwaffen, dessen Schauplatz Europa wäre.
Die Friedensbewegungen könnten jedenfalls anknüpfend an dieses Bekenntnis zur Abrüstung verlangen, dass sich die österreichische Regierung für eine atomwaffenfreie Zone in Europa einsetzt.
Israel/Palästina
Positiv ist das Bekenntnis zum Kampf gegen den Antisemitismus, zum Existenzrecht Israels, in anerkannten und dauerhaft sicheren Grenzen in Frieden neben einem unabhängigen, demokratischen und lebensfähigen palästinensischen Staat leben. Österreich wird sich weiterhin für nachhaltige Friedenslösungen im Nahen Osten einsetzen, im Falle des israelisch-palästinensischen Friedensprozesses mit dem Ziel einer Zwei-Staaten-Lösung.

Das stählerne Korsett des Neoliberalismus

„Die Bundesregierung bekennt sich zu dem wirtschaftspolitischen Ziel eines ausgeglichenen Bundeshaushalts, abhängig von konjunkturellen Entwicklungen und Erfordernissen. • Die Bundesregierung bekennt sich zu dem wirtschaftspolitischen Ziel, die Schuldenquote der Republik weiter in Richtung Maastricht-Ziel von 60% zu senken.“
Wenige Tage nach der Präsentation des Regierungsprogramms stellte die für die Europapolitik zuständige Kanzleramtsministerin Karin Edtstadler fest, dass die Regierung nicht beabsichtige, mehr als 1% zum EU-Budget beizutragen. Auch in diesem Punkt bewegt man sich entlang der von Türkis-Blau vorgezeichneten Linie. (https://www.derstandard.at/story/2000113084690/edtstadler-will-mehr-europa-aber-nicht-mehr-einzahlen)
Die EU-Kommission gibt an, dass dazu in den kommenden zehn Jahren 2,8 % des Bruttoinlandsprodukts aufgewendet werden müssen. Das erfordert einen Investitionsaufwand von jährlich 170 – 290 Milliarden über die schon vorgesehenen Maßnahmen hinaus. (Europäische Kommission (2019): “Unser Ziel: Klimaneutral bis 2050“, file:///C:/Users/Baier/Documents/Pictures/ML0419339DEN.de.pdf )
Woher sollen also die Mittel für die für eine ökologische Transformation notwendigen Investitionen kommen, wenn den Mitgliedsstaaten die strikte Einhaltung der Sparpolitik angeordnet wird und auch das EU-Budget beim derzeit geringen Niveau verbleibt.
Das im Regierungsabkommen angekündigte „konsequente Eintreten für die ausreichende Finanzierung von Maßnahmen gegen die Klimakrise im EU-Budgetrahmen bis 2027“ läuft auf das Allheilmittel hinaus:
+ Schaffung von geeigneten Rahmenbedingungen für die Mobilisierung von privatem Kapital zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen, insbesondere im Bereich Klimaschutz und Energie

Der Geist der Deregulierung, der Abschaffung von Normen, insbesondere solcher, die die Kapitalmarktfreiheit einschränken, finden sich über das gesamte Dokument verstreut und geben so den zuständigen Ministerinnen die Legitimation im Rat der EU die Positionen der neoliberalen Hardliner zu vertreten.

Walter Baier

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Kritiken am neuen Regierungsprogramm

KPÖ und Kontrast und Furche

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Weitere Infos zu LINKS in Wien

Neue Linkspartei will in Wien mitmischen

Die KPÖ auf der LINKS-Konferenz

Zur Neuaufstellung der (echt) Linken in Wien

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Eine neue Frauen-Plattform für Inklusion in Europa



Diese Initiative mit dem englischen Titel THE WOMEN'S PLATFORM FOR INCLUSION IN EUROPE ist eine virtuelle Plattform, die zwischen Städten, lokalen Regierungen und jungen Menchen vermittelt. Sie beruht auf informeller innovativer Pädagogik, partizipatorischem Management zwischen TechnikerInnen und jungen Menschen, der Entwicklung von Hilfsmitteln und Lernwerkzeugen und der effektiven Nutung von Informations- und Kommunikationstechnologien durch junge Menschen.
Hier finden Sie den Zwischenbericht.
Diese Plattform ist das Ergebnis der Arbeit und Analyse von sechs Europäischen Institutionen mit dem Ziel, jungen Frauen die Teilnahme an gesellschaftlichen Prozessen durch den Zugang zu Arbeitsmöglichkeiten und durch eine Stärkung ihrer Handlungskompetenz zu erleichtern. Dies soll durch die Schaffung eines Netzwerks lokaler und regionaler Institutionen ermöglicht werden. Mehr dazu finden Sie hier.
Das Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert.



Die Publikation gibt ausschliesslich die Sicht des Autors/der Autorin wieder, die Europäische Kommission kann nicht für ihren Inhalt verantwortlich gemacht werden.
Der englische Originaltext folgt.
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Ein schöner Erfolg der KPÖ Steiermark

Eine Stellungnahme des Bundessprechers der KPÖ.
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Abfang-Veranstaltung




Abfang-Podiumsdiskussion am 5. November 2019
„Friedensarbeit statt militärischer Aufrüstung! – Wie sehr ist Österreichs Neutralität gefährdet?“
Audio-Aufzeichnung hier
Veranstalter: AbFaNG Friedensnetzwerk
Von links nach rechts:
Walter Baier (transform)
Pete Hämmerle (Internationaler Versöhnungsbund – Österr. Zweig)
Gabriele Prohaska-Marchried (Mitglied bei World BEYOND War)
Peter Weish (Forum Wissenschaft & Umwelt)
Nadja Schmidt (ICAN), Moderation
Michael Kösten (GewerkschafterInnen gegen Atomenergie & Krieg)
Thomas Roithner (Friedens- u. Konfliktforscher)
im WUK Initiativraum, Stiege 5, 1. Stock, 1090 Wien, Währingerstr. 59
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VOLKSSTIMMEFEST 2019

Auch wenns fast niemand glaubt: die Volksstimme gibts noch, und sie erscheint zehn Mal im Jahr.

Samstag nachmittags/Sonntag, 31. August/1. September 2019
Volksstimmefest
Ort: Jesuitenwiese im Wiener Prater
Samstag, 31. August 19, 16:00 Uhr
Buchpräsentationen und Diskussion mit Gerhard Senft und Peter Haumer
Erinnerungen an die Zukunft - 100 Jahre revolutionäre Bewegungen in Ungarn und Österreich
Moderation: Peter Fleissner

In Zeiten, in denen uns Linken der rechte Wind hart ins Gesicht bläst, ist es wichtig, an die Versuche zu erinnern, eine neue Gesellschaftsordnung in Ungarn und Österreich zu schaffen. Vor 100 Jahren hat die ungarische Rätebewegung für 5 Monate die Grundlagen für eine neue Gesellschaft gelegt, in der Forderungen verwirklicht werden konnten, die immer noch auf der linken politischen Tagesordnung stehen. Ebenso wie die emanzipatorischen Aktivitäten in Österreich waren die erreichten sozialen, politischen und kulturellen Errungenschaften nur von kurzer Dauer. Die Diskussion soll die damaligen Forderungen mit heutigen Perspektiven vergleichen.
Gerhard Senft (2019): „Auf uns sind die Blicke gerichtet …“ - Die Rätebewegung in Ungarn 1919. Edition FZA.
Peter Haumer (2018): Geschichte der F.R.S.I. - Die Föderation Revolutionärer Sozialisten "Internationale" und die österreichische Revolution 1918/19. Mandelbaum
Ort: Diskussionszelt

Sonntag, am 1. September 2019, 14:00 -16:00 Uhr
Podiumsdiksussion mit Julianna Fehlinger, Andreas Exner und Wilfried Leisch (Moderation: Peter Fleissner)
Selbstverwaltung und Solidarität - Sozialversicherung, Alternativprojekte und Genossenschaften
Solidarische Beziehungen erfordern, dass Entscheidungen grundsätzlich auf Augenhöhe getroffen werden. Das unterscheidet Solidarität von Paternalismus. Aus diesem Grund sind solidarische Beziehungen eng mit Konzept und Praxis der Selbstverwaltung verknüpft. Formen der Selbstverwaltung finden sich in verschiedenen Bereichen der Gesellschaft - vom Gesundheitssektor über die Landwirtschaft bis hin zu Handwerk und Industrie. Während Selbstverwaltung im Bereich der Sozialversicherung stark zurückgedrängt und Solidarität damit gefährdet worden ist, erlebt sie zugleich einen Aufschwung in Alternativprojekten und auch im traditionellen Genossenschaftssektor.
Ort: Diskussionszelt

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Strache und Gudenus auf Abwegen

Neues über Strache und Gudenus mit Video.
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Pressegespräch mit KPÖ Plus Spitzenkandidatin Katerina Anastasiou

Hier kann das Gespräch heruntergeladen werden. Ihre Diskussion mit NEOS, SPÖ und Grünen kann hier angesehen werden .
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Neue Friedensinitiative AbFaNG

Da die Gefahr für den Weltfrieden wächst, erlaubt sich transform!at, Dir/Ihnen eine überparteiliche Initiative vorzustellen. Wir laden Dich/Sie ein, dieses Aktionsbündnis als Person (und/oder wenn möglich als Organisation, der Du/Sie angehörst,) zu unterzeichnen bzw. zu unterstützen. (Bei Zustimmung bitte eine formlose e-mail an Peter Degischer peter@degischer.at). Das beigefügte Positionspapier umreißt den gemeinsamen Grundkonsens.

Aktionsbündnis Frieden, aktive Neutralität & Gewaltfreiheit, kurz „AbFaNG“
Eine Themeninitiative im Rahmen von SDG-Watch Austria

Nach längeren Vorarbeiten wurden im September 2015 auf dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung 17 „Ziele für nachhaltige Entwicklung“ (Sustainable Development Goals, SDG) von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet. Diese Agenda 2030 erklärt Frieden zur zentralen Aufgabe. So heißt es im Resolutionstext: „Ohne Frieden kann es keine nachhaltige Entwicklung geben und ohne nachhaltige Entwicklung keinen Frieden.“
Die Aufkündigung des Vertrages über die nuklearen Mittelstreckenraketen (INF-Vertrag) durch die USA und Russland, womit in Europa ein Wettrüsten mit diesen besonders gefährlichen Waffensystemen droht, zeigt, dass die Weltpolitik in ein gefährliches Fahrwasser geraten ist. Auch Österreich hat sich zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele verpflichtet. Im Herbst 2017 wurde die zivilgesellschaftliche Plattform „SDG-Watch Austria“ gegründet, um politischen Druck auf die Regierung zur Verwirklichung der Ziele der Agenda 2030 organisieren. Diese Plattform umfaßt bereits rund 150 Organisationen, die sich in vielen Bereichen für eine lebensfreundliche Welt mit Zukunft einsetzen. Damit ist eine neue Qualität entstanden, mit großer Chance, die Politik wirksam zu beeinflussen.
Im Rahmen des SDG-Watch-Plattformtreffens im Herbst 2018 kündigten wir eine „Themeninitiative“ zum Nachhaltigkeitsziel Frieden (SDG 16) an. Diese Themeninitiative hat das Ziel, die vielen Gruppen, die sich z.T. seit geraumer Zeit in Österreich qualifiziert mit Friedens- und Neutralitätsfragen befassen, in engere Beziehung zu anderen zivilgesellschaftlichen NGO zu bringen um so die Friedensbewegung zu stärken, wofür im Rahmen von SDG-Watch Austria eine gute Möglichkeit besteht.
Das Positionspapier „Aktionsbündnis Frieden, aktive Neutralität & Gewaltfreiheit,“ das in knapper Form die wesentlichen Forderungen der Friedensbewegung beinhaltet, wird unter den NGOs (insbesondere der Plattform SDG Watch Austria) und durch aktive Einzelpersonen verbreitet werden. Wer sich mit dem Positionspapier einverstanden erklärt, ist damit Teil der informellen „Aktionsbündnis Frieden, aktive Neutralität & Gewaltfreiheit – AbFaNG.“ Im Rahmen der Plattform AbFanG ist beabsichtigt, zunächst in kleinem Kreis in Gesprächsrunden zu verschiedenen Fragen, die „Ökos“ und andere gemeinnützig aktive Gruppen der Zivilgesellschaft mit der Arbeit und den Zielen der Friedensgruppen vertraut zu machen und verschiedene Kernthemen zu diskutieren, um den Basiskonsens zu verbreitern und zu vertiefen.
Es ist beabsichtigt, neben der vorliegenden Kurzfassung kontinuierlich an einer Langfassung des Positionspapiers weiter zu arbeiten, die komplexe Fragen erklärt und mit Literaturangaben belegt. Das Ziel besteht ja darin, bei Aktionen der traditionellen Friedensgruppen eine Unterstützung aus weiten Teilen der Zivilgesellschaft zu erreichen. Jedem Mitglied des (losen) Aktionsbündnis Frieden, aktive Neutralität & Gewaltfreiheit steht es natürlich frei, sich an bestimmten Aktionen (auch mit ihrem/seinem Logo) zu beteiligen oder auch nicht.
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Kriegskosten in den USA

Bitte hier klicken!
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KPÖ kandidiert bei EU-Wahlen

Der Bundesvorstand der KPÖ hat am 9. Februar 19 positiv über eine Kandidatur bei den kommenden EU-Wahlen entschieden. Die Listenbezeichnung wird KPÖ (KPÖ PLUS - European Left, Offene Liste) lauten. Damit wird es im Mai die Möglichkeit geben, auch in Österreich eine linke Stimme abzugeben. Die 35-jährige Griechin Katerina Anastasiou wird damit die einzige Nichtstaatsbürgerin unter den österreichischen SpitzenkandidatInnen sein, die zur Wahl steht.

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Hände weg von Venezuela

Mein langjähriger Freund berichtet diesmal aus Kolumbien. Die Lage ist sehr ernst

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Antonio-Gramsci Dissertationspreis ausgeschrieben

Mit dem Antonio Gramsci Dissertationspreis für kritische Forschung in der Migrationsgesellschaft zeichnet die Arbeiterkammer Wien Dissertationsarbeiten aus, die migrationsgesellschaftliche Verhältnisse mit Bezug auf die Sektoren Erwerbstätigkeit, Einkommens- und Vermögensverteilung, Bildung und/ oder Subjektivität als Herrschaftsverhältnisse untersuchen und einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung des direkt oder indirekt an Gramsci anschließenden Denkens der Kritik leisten.
Der Dissertationspreis ist mit EUR 5.000 dotiert.
20Diskussion zu den Grundlagen der Arbeitswerttheorie

Zum 190. Geburtstag von Karl Marx eröffnete transform!at eine Internet-Diskussion zu den Grundlagen der Marxistischen Politischen Ökonomie. Es geht dabei um eine widerspruchsfreie, modernisierte und quantitativ-empirisch anwendbare Formulierung der Arbeitswerttheorie. Das Umfeld der Problematik hat Robert Misik virtuos beschrieben.

Sie sind herzlich eingeladen, mitzumachen. Bitte senden Sie Ihre Beiträge an fleissner@arrakis.es.

Bisher diskutieren Hans-Gert Gräbe, Wolfgang Hoss, Georg Quaas, Michael Schlegel, Christian Szolarz, Alexander.B.Voegele, Dave Zachariah und Peter Fleissner.
Quelle: http://www.messagefrommasters.com/Osho/osho/Osho-on-karl-marx.jpg

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