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transform!at verein zur förderung linker diskurse und politik
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Endet die religiöse Toleranz beim Minarett?

Die jetzige Auseinandersetzung um Moscheen und Minarette steht stellvertretend für fundamentale Fragen 
des Selbstverständnissesdes multinationalen und multireligiösen Raumes Europa.  
Bislang galt als unbestritten, dass freie Religionsausübung ein Grundrecht in der Demokratie darstellt. 
Fest steht auch, dass sich die sozialen und politischen Probleme, vor denen die Welt und Europa stehen, 
ohne Toleranz und Empathie nicht bewältigen lassen. Dafür möchten wir durch eine sachliche und 
freundliche Debatte ein Zeichen für setzen.

Podiumsdiskussion am Freitag, den 10.September 2010 um19 Uhr
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29. September 2010: Internationaler Aktionstag gegen die kapitalistischen Krisen

Der Europäische Gewerkschaftsbund (EGB ) hat für 29.September zu einem Internationalen Aktionstag gegen die kapitalistischen Krisen aufgerufen. In Spanien und Griechenland sind Generalstreiks angesetzt, in Brüssel wird es eine Massendemonstration geben. In allen europäischen Ländern kommt es zu Mobilisierungen.


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Zwei Veranstaltungen am Volksstimme-Fest

Transform!at lädt Sie/Dich für Samstag, den 4. September, von 14:30 bis 16:00 Uhr zu einem Podiumsgespräch zu den „Möglichkeiten einer politischen Linken in Österreich“ am Volksstimmefest. Ort: Diskussionszelt Transform!at möchte mit diesem Podiumsgespräch einen Beitrag zur Herausbildung einer politischen Linken in Österreich und zur Verbesserung der Beziehungen zwischen den linken Gruppen in Österreich leisten. Folgende Personen werden voraussichtlich teilnehmen: Walter Baier (transform!europe), Fritz Schiller (AUGE), Gernot Trausmut (Linke SPÖ), Franz Schandl („Superlinke“), Mirko Messner (KPÖ), Birge Krondorfer (elfema - Österreichische Mitglieder der EL-Fem-inistinnen), Karl Kaider (angefragt, Soziales Österreich) und andere. Trautl Brandstaller wird die Moderation machen.
Als Einstieg in das Gespräch werden die TeilnehmerInnen gebeten, zu den folgenden Fragen in 5-7 Minuten Thesen zu präsentieren. Anschließend Podiumsdiskussion, zu der das Publikum einbezogen wird.
In welchem Bezug stehen aktuelle Versuche, eine politische Linke zu schaffen, zu den bestehenden zivilgesellschaftlichen Initiativen (Bewegungen, NGOen etc.)? Warum eigentlich eine „politische Linke“ und warum gerade jetzt? Wie stellt man sich eine politische Linke in einem europäischen bzw. übernationalen Zusammenhang vor? Wie kann sie einen lokalen Rahmen überschreiten? Allianzfähigkeit – Mit wem? Auf welchen Grundlagen? Welchen Stellenwert hat Allianzfähigkeit für ein linkes Projekt? Was sind die ins Auge gefassten nächsten 2,3 oder 4 politischen Schritte?

Am Sonntag, den 5. September, findet von 13:30 bis 15:30 Uhr eine Podiumsdiskussion zum Thema „Nach der Krise -- vor der Krise“ Europa vor der größten Sozialabbauwelle seiner Geschichte statt. Ort: Diskussionzelt.
Voraussichtliche TeilnehmerInnen: Giorgos Karatsouibanis (Synaspismos und EL) Leo Mayer (Stellvertretender DKP-Vorsitzender) Peter Fleissner (transform!at) Waltraud Fritz-Klackl (KPÖ, EL) Moderation: Walter Baier (transform! europe)
Ich freue mich, Dich/Sie dort zu treffen.
Beste Grüße
Peter Fleissner Für den Vorstand von transform!at
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Zur Vorbereitung des Weltsozialforums in Dakar im Februar 2011

Siehe http://www.weltsozialforum.org/2011/index.html und den Brief von 75 TeilnehmerInnen eines Vorbereitungsseminars:

Dear friends,

We were 75 participants at the Preparatory Seminar for the next World Social
Forum edition, to be held in Dakar, Senegal, coming from 19 African
countries and 7 countries in other continents, including 13 members of the
International Council.

The Seminar, which took place on June 27-29 2010 was just finished.

We worked intensely on the political architecture of this Forum, its
methodology, mobilization, communication and necessary resources for its
realization.

We came back with the feeling of being involved in a strong dynamics, one
that leads us to a World Social Forum that will mark the history of the
process of building another World.

Soon, you will receive the report of this Seminar, with a detailed
presentation of our discussions and decisions taken, including how the
program of the Forum will be made and the procedures for proposing
self-organized activities.

This collective letter we send you has a precise goal: to invite you to take
part, since now, in the necessary effort along the next six months so this
WSF can be a success.

This way we invite you to:

- get involved in the mobilization effort so as many organizations as
possible attend the WSF, sending delegates to Dakar, guaranteeing this way
the widest possible representation to struggles, social categories and
regions of the world.

- get involved in the task that is going to be one of the novelties of this
WSF edition: stimulate the creation of groups – in as many countries as
possible, and that represents as many social categories and struggles –
willing to take part remotely in the WSF, virtually, via radio broadcasting
or by any remote means of communication, with the WSF’s participants in
Dakar. Effectively, what we call “Dakar expanded”, will have a prominent
position, notably due to the importance of the African Diasporas across the
world.

- commit with the current efforts towards raising the necessary funds for
the forum’s organization, especially:

* contacting partners of the WSF process that will be contacted by the
Resources Commission of the Organizing Committee and the IC, in order to
show them the importance of their support.

* fund raising directly with other organizations.

* asking organizations that will attend Dakar, as well as the “Dakar
expanded” participants to contribute in all possible ways and even
symbolically to help covering the Forum’s costs, as a token of our
co-responsibility.

* checking the possibility of sending a member of your organization (or a
volunteer selected by you) to be sent to Dakar to work with the organizers
from January on (or even before) to help organizing and preparing the Forum.

- Taking into consideration the commitment made by many of us to
support and participate in the World Education Forum in Palestine – to be
held on October 28-31 2010 -, also come to Dakar on November 08-10 for the
International Council Meeting, which will give a final boost to this effort
following these specific objectives:

* to evaluate the mobilization we will already have reached and what will
yet to be done.

* to evaluate the communication effort we will have established with all
those involved, across the globe, with the struggle for another world; with
all those who hope a beacon for hope will be lit again, with all those who
know that another world isn’t only possible, but extremely necessary and
urgent.

We kindly ask you to answer this letter, after having discussed it with your
organizations, and tell us:

- if you will be able to attend the IC meeting in November (8-10)

- what specific contribution could you provide regarding the mobilization
effort so we can have as many participants as possible in Dakar, or via
“Dakar expanded”.

- what contributions could you provide regarding the effort of fund raising
(giving us, if possible, some figures).

- whether it will be possible to send a member of your organization to help
the organizers of the Forum in Dakar.

We sign this letter with great enthusiasm, confident in the success of the
next World Social Forum in Dakar in February 2011.
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Austrian Social Forum in Leoben

Das 5. Österreichichische Sozialforum ( ASF ) in Leoben, das am Donnerstag den 13. Mai begann, ist zu Ende. Das 5. ASF hat folgende Erklärung verabrschiedet:

SYSTEMWANDEL STATT KRISEN !


Hunderte TeilnehmerInnen von sozial und ökologisch organisierten Netzwerken, Organisationen und Einzelpersonen haben sich vom 13. bis 16. Mai 2010 in den Räumlichkeiten der Montanuniversität und der Arbeiterkammer von Leoben im Rahmen des V. Österreichischen Sozialforums getroffen, um die Wurzeln und Auswirkungen der Europa- und weltweiten Krisen des herrschenden kapitalistischen Wirtschaftssystems in seiner neoliberalen Form zu analysieren und mögliche Alternativen aufzuzeigen.

Es wurde festgehalten, dass die Finanz- und Bankenkrise bereits auf ganze Staaten wie Island, Ungarn, Litauen und jetzt vor allem auf Griechenland übergegriffen hat. In einem Anflug von diktatorialer Hybris hat die Europäische Union europaweit Maßnahmen ergriffen, welche die Opfer der Krise an den Rand des existenziellen Abgrunds treiben: anstelle die Banken unter eine öffentliche Kontrolle zu setzen wie es das Sozialforum seit vielen Jahren gefordert hatte, soll nun der gesamte Staatshaushalt Griechenlands und anderer gefährdeter EU-Staaten unter die Kuratel der EU-Kommission und des Internationalen Währungsfonds gestellt werden, wobei Deutschland und Frankreich Griechenland im Gegenzug noch dazu zwingen, etwa die Hälfte des einzusparenden Betrags wieder für bilaterale Rüstungsgeschäfte auszugeben.

Das österreichische Sozialforum verurteilt diese Maßnahmen auf das schärfste und fordert stattdessen eine radikale Umverteilung von oben nach unten durch eine generelle Verkürzung der Erwerbsarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich, eine Neudefinition und geschlechtergerechte Aufteilung der Arbeit sowie die sofortige Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens.

Bei aller Vielfalt der Positionen bestand der einhellige Konsens, dass angesichts der zahlreichen Krisen eine Fortsetzung der gegenwärtigen Politik unverantwortlich ist und Lösungen nur gemeinsam und gesamtheitlich gefunden werden können. Der allgemeinen Ratlosigkeit der Politik muss ein „Optimismus der Taten“ entgegengesetzt werden, und zwar regional, europäisch und global!

Deshalb wurde am österreichischen Sozialforum etwa die sofortige Einleitung eines Moratoriums zum Abbau der zu Unrecht bestehenden Staatsschulden sowie die sofortige Sistierung der Aufnahme neuer Staatsanleihen gefordert. Ein weiterer Angelpunkt für die gesellschaftliche Umgestaltung wurde in der weltweiten Klimakrise geortet, die den Ausbruch von immer häufigeren Naturkatastrophen zur Folge hat. Die TeilnehmerInnen fordern die internationale Staatengemeinschaft im Anschluss an den gescheiterten Klimagipfel von Kopenhagen auf, sich dem Appell von Cochabamba, Bolivien, anzuschließen, der den „Rechten der Mutter Erde“ eine absolute Priorität einräumt und die lebensnotwendigen Ressourcen von jeglicher kapitalistischen Transaktion ausschließt.

Einen Höhepunkt erreichten die Diskussionen am österreichischen Sozialforum in Leoben auch in Bezug auf die innenpolitische Situation in Österreich, als Möglichkeiten in Erwägung gezogen wurden, eine eigenständige politische Kraft außerhalb der bestehenden Parteienlandschaft auf der Grundlage einer partizipativ-demokratischen Willensbildung aufzubauen, um dem insbesondere in Mittel- und Osteuropa stark anwachsenden rechtsextremistischen und rechtspopulistischen Tendenzen entgegenzuwirken.

Last, but not least bildete die Friedenspolitik einen Schwerpunkt der Diskussionen, in denen sich die TeilnehmerInnen zu einer aktiven Solidarität mit den unterdrückten und Not leidenden Völkern bekannten – insbesondere mit den KurdInnen und PalästinenserInnen, die am österreichischen Sozialforum vertreten waren. Auch hier wurde die Notwendigkeit erkannt, den hegemonialen Ansprüchen der Europäischen Union, die sich zusehends auch in eine Union von Militär- und Polizeiapparaten verwandelt, durch eine aktive Friedenspolitik von zivilgesellschaftlichen Organisationen in allen Erdteilen entgegenzutreten.

Aus all diesen Gründen rufen die am österreichischen Sozialforum beteiligten Netzwerke, Organisationen und Einzelpersonen die in Österreich lebenden Menschen auf, sich in den nächsten Monaten an folgenden Mobilisierungen beteiligen:

• vom 1. bis 4. Juli 2010 zum Europäischen Sozialforum in Istanbul, dem ein internationaler Frauenmarsch von Skopje nach Istanbul vorausgehen wird;

• zeitgleich soll in Österreich gegen das geplante „Terrorismuspräventionsgesetz“ mobilisiert werden, das ein weiteres Missbrauchpotential gegen alle jene in sich birgt, die sich für Umwelt, Frieden und soziale Gerechtigkeit engagieren.

• vom 10. bis 17. Oktober 2010 am „Marsch gegen die Armut“ nach Brüssel, zu dem Arbeitslosenorganisationen und Gewerkschaften aus ganz Europa aufgerufen haben; gleichzeitig wird in Österreich unter der Devise „Wir zahlen nicht für eure Krise!“ gegen die Sparpläne der Bundesregierung mobilisiert werden.

• im Oktober/November 2010 an der „GLOBAL WAVE FOR EDUCATION“ gegen die Privatisierung und Kommerzialisierung der öffentlichen Bildung.

• Ende November 2010 zum Alternativen Klimagipfel in Cancún, Mexiko, zu dem u.a. die weltweit größte soziale Bewegung, Via Campesina, sowie die Regierungen von Bolivien und Venezuela aufgerufen haben;

• vom 6. bis 11. Februar 2011 zum Weltsozialforum in Dakar, Senegal, das diesmal unter dem Vorzeichen einer weltweiten Armutsbekämpfung stehen wird.



Leoben, am 16. Mai 2010


DAS VERNETZUNGSPLENUM DES ÖSTERREICHISCHEN SOZIALFORUMS
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Klimakonferenz in Cochabamba

Die Klimakonferenz in Cochabamba, die nach dem Scheitern des offiziellen Gipfels in Kopenhagen ( COP 15 ) im Dezember des Vorjahrs vom- indigenen-Praesidenten Boliviens Evo Morales initiiert wurde, beginnt morgen mit ihrer Taetigkeit. Gearbeitet wird in 17 Themenbereichen, die das gesamte Spektrum oekologischer und sozialer Fragen abdecken. Bereits jetzt haben sich ueber 15 000 TeilnehmerInnen aus allen fuenf Kontinenten angemeldet.
Eine stattliche Anzahl prominenter Intellektueller nimmmt an der Konferenz teil- u. a. Edgardo Galeano, der Autor des Klassikers " Die offenen Adern Lateinamerikas ". Einige Praesidenten Lateinamerikas werden erwartet.
Die Stadt Cochabamba, die auf einen erfogreichen Kampf gegen die Privatisierung des Wassers zurueckblicken kann, ist bereits stark durch den " cumbre" (Gipfel) gepraegt: Plakate, Transparente und Fahnen allenorts. Die Zeitungen titeln mit: " Die Welt blickt auf Cochabamba".
Das Programm fuer die Mega-Konferenz ist unter http://www.cmpcc.org zu finden.
Fuer die sozialen Bewegungen bietet sich eine hervorragende Gelegenheit, sich global zu vernetzen, oekologische und soziale Themen zu verschraenken und das Leitmotiv des Alternativgipfels von Kopenhagen " Change the system - Not the climate " der Realisierung einen Schritt naeher zu bringen.

Bericht vom 20.4.2010:
Die Klimakonferenz in Cochabamba nahm gestern ihre Taetigkeit auf. 17 thematische Arbeitsbereiche , die das gesamte Spektrum oekologischer und sozialer Fragen umfassen, konstituierten sich. In der gut besuchten " Versammlung der sozialen Bwewegungen " ( rund 400-500 TeilnehmerInnen) wurde betont, dass es einer gemeinsamen Erklaerung bedarf , mit der die Mobilisierungen in den naechsten Monaten und fuer den UNO-Klimagipfel Ende des Jahres in Cancun auf eine breite Basis gestellt werden koennen. Als Mitglied des gesamteuropaeischen Mobilisierungskomitees fuer das ESF in Istanbul (1.-4.Juli) informierte ich die Versammlung ueber die Aktivitaeten nach Copenhagen ( COP 15 ) and verwies darauf, dass " ein erfolgreiches ESF in Istanbul einen wichtigen Mobilisierungsschritt fuer Cancun darstellt". Heute um 8, 30 h ( Ortszeit ) wird die Konferenz offiziell im Stadion von Tiquipaya, einem suedlichen Stadtteil von Cochabamba, durch den Praesidenten Boliviens Evo Morales eroeffnet. Bekannte Repraesentanten der " Befreiungstheologie " , wie Frei Betto und Leonardo Boff, nehmen an der Konferenz teil. Vier Praesidenten aus Latinamerika kommen ebenso: Hugo Chavez ( Venezuela ), Rafael Correa ( Ecuador ), Daniel Ortega ( Nicaragua) and Fernando Lugo ( Paraguay ).
Die Medien erwarten 20 000 KonferenzteilnehmerInnen.

Bericht vom 21. 4. 2010
Heute Vormittag ( Ortszeit ) wurde die Klima-Konferenz offiziell im Stadion von Tiquipaya-suedlich von Cochabamba gelegen- durch den Praesidenten Boliviens Evo Morales eroeffnet.
Teil der Eroeffnung war eine indigene Zeremonie auf Aymara, in der " madre tierra" und " padre cosmos" gehuldigt wurde. Lateinamerikanische Rhythmen erklangen- mit dem Refrain: " Oye amigo- madre tierra esta en peligra" ( Hoehre Freund: Mutter Erde ist in Gefahr "), der von allen im Stadion mitgesungen wurde. Evo Morales geiselte das " globale kapiotalistische System", das fuer die Zerstoerungen der Natur und den Klimawandel die Verantwortung traegt. Er stellte in Abrede, dass der " Markt" die Probleme loesen koennte: " Es ist ja gerade der Markt und das rastlose Jagen nach Profit, das all die Uebel hervorgerufen hat ". Vertreter von sozialen Bewegungen Indiens, Afrikas und Brasilien ergriffen das Wort. Tosenden Applaus gab es fuer die Ausfuehrungen der Repraesentantin der indigenen Voelker Nordamerikas: " Der Imperilismus hat uns auszurotten versucht-aber wir sind noch immer hier!" Ausgepfiffen wurde hingegen die offzielle Vertreterin der UNO, die sich in seichten Gemeinplaetzen erging.
Die Konferenz dauert bis Donnerstag den 22.April und wird am Nachmittag mit einem grossen " acto cultural" im Stadion von Cochabamba beendet.

Bericht vom 22. 4. 2010
Die Klima-Konferenz in Cochabamba, die durch eine Initiative des - indigenen- Praesidenten Boliviens Evo Morales zustande kam, geht heute mit einem grossen "acto cultural" im Stadion von Cochabamba zu Ende. Mehrere lateinamerikanische Praesidetnten werden das Wort ergreifen - u.a. Hugo Chavez aus Venezuela.
Vertreter sozialer und oekologischer Bewegungen aus allen fuenf Kontinenten werden die Ergebnisse der 17 " mesas de trabo"-zusammengaefasst in einer gemeinsamen Erklaerung- praesentieren.
Die Konferenz war durch eine vehemente Kritik am " globalen kapitalistischen System" gepraegt, das fuer die Zerstoerung der Natur ( " madre tierra") und den Klimawandel die Verantwortung traegt. Als Alternative wurde ein " socialismo cummunitario "( Evo Morales ) formuliert, der sorgsam mit den natuerlichen Ressourcen umgeht und durch ein "partizipative Demokratie"- im Gegensatz zur bloss formalen buergerlichen Demokratie- gekennzeichnet ist.
22 000 TeilnehmerInnen aus 93 Laendern registrierten sich.
Die Konferenz kann als ein wichtiger Schritt vorwaerts nach dem Scheitern des offiziellen Klimagipfels in Kopenhagen ( COP 15) im Dezember des Vorjahrs eingestuft werden. Der allgemeine Tenor war, mit starker Stimme waehrend des naechsten UNO-Klimagipfels in Canucun Ende des Jahres praesent zu sein und dort fuer grundsaetzliche oekologische und gesellschaftliche Veraenderungen ( " Change the system- not the climate ") zu wirken.

Bericht vom 23. 4. 2010
Die Klima-Konferenz in Cochabamba, die durch eine Initiative des - indigenen- Praesidenten Boliviens Evo Morales zustande kam, ging vor wenigen Minuten mit einem grossen "acto cultural" im Stadion von Cochabamba zu Ende. Sprecher waren unter anderen der Praesident von Venezuela Hugo Chavez, der Vizepraesident Cubas Esteban Lazom und das Urgestein der sandinistischen Revolution Tomas Borge.
Rund 40 000 Personen- unter ihnen viele Indigene von mehreren Kontinenten- nahmen an der Abschlussveranstaltung teil.
Chavez spannte einen breiten Bogen von den Unabhaengigkeitskaempfen Lateinamerikas und seinen Inspiratoren ( Bolivar, Sucre, Marti, Mariategui) bis hin zu den aktuellen globalen Krisen . Rosa Luxemburg zitierend spitzte er die Alternative zu: " Sozialismus oder Barberei ".
Vertreter sozialer und oekologischer Bewegungen aus allen fuenf Kontinenten praesentiereten die Ergebnisse der 17 " mesas de trabo"- zusammengaefasst in einer gemeinsamen Erklaerung ( " acuerdo de los pueblos"- " Uebereinkunft der Voelker"). Das Dokument ist eine harsche Kritik am " patriarchalen, kapitalistischen Produktions- und Konsummodell" und optiert fuer eine sozial gerechte Gesellschaft. die in dauerhafter " Harmonie mit der Natur" lebt.
Schlussredner war Evo Morales, der die Voelker und sozialen und oekologischen Bewegungen aufrief, die " Ergebnisse von Cochabambe hinauszutragen " und " fuer ihre " Umsetzung zu kaempfen "
Die Konferenz in Cochabamba, die von 19. bis 22. April dauerte, kann als ein wichtiger Schritt vorwaerts nach dem Scheitern des offiziellen Klimagipfels in Kopenhagen ( COP 15) im Dezember des Vorjahrs eingestuft werden. Der allgemeine Tenor war, mit starker Stimme waehrend des naechsten UNO-Klimagipfels in Canucun Ende des Jahres praesent zu sein und dort fuer grundsaetzliche oekologische und gesellschaftliche Veraenderungen ( " Change the system- not the climate ") zu wirken.

Bericht vom 24. 4. 2010
Der Klimagipfel in Cochabamba zur Rettung der "madre tierra " brachte all das zur Sprache, was der offizielle Gipfel in Kopenhagen ( COP 15) unter den Teppich gekehrt hatte. Auch die Loesungsvorschlaege haben Hand und Fuss. Damit sie Realitaet werden, bedarf es allerdings noch vieler Kaempfe.

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Vier Tage wurde intensiv in 17 " mesas de trabajo " debattiert und die Ergebnisse in einer gemeinsamen Erklaerung ("acuerdo de los pueblos") zusammengefasst. Das Dokument ist eine harsche Kritik am " patriarchalen, kapitalistischen Produktions- und Konsummodell" und optiert fuer eine Gesellschaft ohne Ausbeutung, die in dauerhafter " Harmonie mit der Natur" lebt.
Beeindruckend war die starke Praesenz, das gestiegene Selbstbewusstsein und die aktive Teilnahme von Indigenen aus allen Kontinenten. Als die Vertreterin der indigenen Voelker Nordamerikas auf der Eroeffnungsveranstaltung im Stadion von Tiquipaya ihre Rede mit den Worten schloss " Der Imperilialismus wollte uns ausrotten- aber wir sind noch immer hier! ", wollte der Beifall kein Ende nehmen.

" Socialismo communitario"
Evo Morales entwarf als Gegenmodell zum status quo einen " socialismo cummunitario" basierend auf "partizipativer" und nicht bloss formaler Demokratie. Er stellte in Abrede, dass der " Markt" die aktuellen Krisen loesen koenne. " Es ist ja gerade der Markt und das rastlose Jagen nach Profit, das fuer die Krisen die Verantwortung traegt". Hugo Chavez spitzte die Alternative -Rosa Luxemburg zitierend- zu: "Sozialismus oder Barbarei".
Auffallend war, dass das offizille Brasilien ( Lula, Rousseff,...) durch Abwesenheit glaenzte. Die Brachialpoltik Brasiliens in Umweltfragen ( z.b. Belo Monte ) liess es offenbar nicht ratsam erscheinen, nach Cochabamba zu kommen...
Ob es tatsaechlich zu den im Vorfeld der Gipfels anvisierten Umweltreferenden kommen wird oder bloss zu " consultas populares ", ist derzeit noch offen. Sicher hingegen ist, dass es im naechsten Jahr erneut einen " cumbre de los pueblos " geben wird (der Ort ist derzeit noch nicht bestimmt ).

Kritische Solidaritaet
Die Konferenz in Cochabamba kann als ein wichtiger Schritt vorwaerts nach dem Scheitern des offiziellen Klimagipfels in Kopenhagen ( COP 15) im Dezember des Vorjahrs eingestuft werden. Der allgemeine Tenor war, mit starker Stimme waehrend des naechsten UNO-Klimagipfels in Canucun Ende des Jahres praesent zu sein und dort fuer grundsaetzliche oekologische und gesellschaftliche Veraenderungen ( " Change the system- not the climate ") zu wirken.
Die positiven Resultate der Konferenz sollten jedoch nicht blind machen, fuer Grenzen , die sich zeigten. Eine Sache ist eine -radikale- Rhetorik, eine andere die harten Tatsachen der gesellschaftlichen Wirklichkeit. Schon ein Spaziergang in Cochabamba, wo der MAS eine satte 62 Prozent- Mehrheit hat, zeigt, dass auf dem Umweltsektor noch eine weite Wegstrecke bevorsteht: durch die Altstadt geht der gesamte Individualverkehr, selbst der Hauptplatz mit seinem wunderschoenen Baumbestand und den historischen Bauten ist nicht davon ausgenommen. Der Rio Rocha , der durch die Stadt fliesst, ist eine Kloake.
Erst recht wird es in der " grossen Politik" haarig. Um an Devisen rannzukommen werden in Bolivien - wie in Venezuela und Ecuador- durchaus problematische industrielle und energitsche Investitionen getaetigt. Ausserhalb des cumbre bildete sich sogar eine 18. "mesa", die diese Fragen anschnitt.
An den sozialen Bewegungen liegt es , die Ergebnissse von Cochabamba in die " Welt hinauszutragen und fuer ihre Umsetzung zu kampfen " ( Evo Morales ) und dabei Widersprueche, Unzulaenglichkeiten nicht zu verschweigen. Solidaritaet, soll sie Bestand haben, kann immer nur eine kritische sein.

Mit solidarischen Gruessen
Herman Dworczak, Cochabamba ( Austrian Social Forum / ASF; 0043 / 676 / 972 31 10 )
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Für ein Moratorium beim Abbau der Staatsschulden (Version 2)

Die Rettung der Banken in den USA und in der Europäischen Union verschlingt unglaubliche Beträge, die von den SteuerzahlerInnen irgendwann zurückgezahlt werden müssen, wird keine politische Alternative durchgesetzt. Eine Alternative in Version 2 finden Sie hier.

Reaktionen von:
Franz Parteder, KPÖ Graz,
Hardy Hanappi, Univ. Prof an der TU Wien.
Christa Luft, ehem. PDS-Bundestagsabgeordnete, Professorin für Ökonomie und Wirtschaftsministerin der vorletzten DDR-Regierung unter Hans Modrow.
Fritz Vilmar, ehem. Politikwissenschaftler und Soziologe am Otto Suhr Institut der FU Berlin:
"Vielen Dank für dieses keineswegs "kleine", sondern sehr gewichtige und exzellent untermauerte "Papier". Er hat transform!at seinen Vorschlag zur Arbeitszeitverkürzung zur Verfügung gestellt.
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Buchpräsentation

        Präsentation der BruchStücke in der Hauptbücherei Wien am 11. Februar als Alternativveranstaltung zum Opernball
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Protest

Das Austrian Social Forum ( ASF ), das von Anfang an mit der Bewegung der StudentInnen solidarisch war, protestiert schärfstens gegen die Räümung des Audimax durch die Exekutive. Anstatt die Bildungsmisere zu beheben, rückt die Polizei aus. Ein bezeichnendes Beispiel - wie nicht nur in Österreich- "oben" Politik gemacht wird. Dem gilt es weiter "von unten " entgegenzuhalten - hier und international . Wir sind fest davon überzeugt, daß die Räümung eines Saales nicht das Ende der Bewegung ist! EINE ANDERE WELT IST MÖGLICH ! Hermann Dworczak ( Austrian Social Forum / ASF ; 0676 / 972 31 10 )
Informationsquellen zum Studierendenprotest:
http://www.unsereuni.at
Stellungnahme von Hermann Dworczak
Am Sonntag, den 5. Dezember 09 wurde die KRITISCHE & SOLIDARISCHE UNIVERSITÄT eröffnet. Mehr unter dem blog.
http://twitter.com/unibrennt
http://freiebildung.at/wordpress/
http://unibrennt.at
http://www.facebook.com/unsereuni
Das Audimax im Burgtheater: http://derstandard.at/fs/1256744819073/Uni-Proteste-Tag-24-Protestaktion-im-Burgtheater
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Solidaritätsadresse von transform!at

Transform!at
Verein zur Förderung linker Diskurse und Politik
www.transform.or.at

Wien, 28.10. 2009

Liebe KollegInnen,

Wir übermitteln Euch, den gegen die neoliberalen Hochschulreform rebellierenden Studenten und Studentinnen solidarische Grüße.

Die Krise der Universitäten kommt nicht von Ungefähr. Sie ist das Resultat einer Politik, die Bildung, Ausbildung und Wissenschaft ausschließlich an den Interessen des Kapitals ausrichtet. Diese Politik ist gescheitert. Einen Ausweg aus der Sackgasse zu finden, verlangt, mit dieser Politik zu brechen.

Schluss mit dem Sparen auf Kosten der ArbeiterInnen, Angestellten, der PensionistInnen ebenso wie der prekär Beschäftigten, der Jungen und der Alter, der Männer und Frauen.

Schluss mit der Umverteilung der Lebenschancen von den sozial Benachteiligten zum Kapital. Schluss mit der Zerstörung unserer Zukunft.

Freier Zugang zu Universitäten, deren materielle und finanzielle Ausstattung ein sinnvolles und kritisches Studieren ermöglichen.

Schluss mit der Diskriminierung von Studierenden aufgrund ihrer sozialen Herkunft, ihres Geschlechts oder ihres Geburtsorts.

Studiengebühren – Nie wieder!

Wie die hunderten Millionen Euro zeigen, die die Regierung zur Sanierung der Banken flüssig gemacht hat, fehlt es nicht am Geld, sondern am politischen Willen, sozial gerechte Lösungen zu finden.

Unsere Solidarität gilt allen Kolleginnen und Kollegen an den Universitäten, die heute nicht nur ein Vorbild für andere gesellschaftliche Kräfte, wie etwa die Gewerkschaften, darstellen, sondern durch ihre kreativen und solidarischen Aktionen ein Stück weit jene Universitäten vor weg nehmen, für die es sich kämpfen lohnt!

Eine andere Universität, eine andere Welt ist möglich!

Univ. Prof. Dr. Peter Fleissner
Vorsitzender von transform!at
Verein zur Förderung linker Diskurse und Politik
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Proteste in Serbien gegen Privatisierungen

ein Interview mit Milenko Sreckovic von der Freiheitskampfbewegung in Serbien, Sekretär des Koordinationskomitees für Arbeiterproteste in Serbien. Das Interview wurde vom Global Balkans Network für ZNET durchgeführt .
Um das Interview zu sehen, klicken Sie bitte hier.
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Archiv

Das Internationale Netzwerk transform! wird am 15. und 16. Jänner 2010 in Wien ein Seminar zur gegenwärtigen Krise abhalten. Themen: Der Begriff "Überakkumulation"; Krisen und Staat; Neue Fragestellungen der Staatstheorie. Kontakt
Joerg Huffschmid, der bekannte kritische Ökonom ist am Samstag, den 5. Dezember 2009 gestorben (mehr).

Einladung zum Bologna-Gipfel-Vorbereitungstreffen – Bologna den Prozess machen! Vorbereitungstreffen am Samstag, den 19.12 ab 13 Uhr im C1 (Campus – Hof 2) Am Sonntag, den 5. Dezember 09 wurde die KRITISCHE & SOLIDARISCHE UNIVERSITÄT eröffnet. Mehr unter dem blog.
1989: Konterrevolution gegen Konterrevolution Vortrag und Diskussion mit G. M. Tamás (Budapest) Gemeinsame Veranstaltung von grundrisse (http://www.grundrisse.net), Perspektiven und Streifzüge (http://www.streifzuege.org) Montag, der 21. 12. 2009, 18:30 Uhr Ost-Klub, Schwarzenbergplatz 10, 1040 Wien
Dienstag, 3. November, 19:00 Uhr Buchpräsentation BruchStücke: Kritische Ansätze zu Politik und Ökonomie im globalisierten Kapitalismus, herausgegeben von Natascha Wanek und Peter Fleissner, an der Universität Wien, Neues Institutsgebäude, HS 3, im Beisein von AutorInnen. Das Buch enthält die Ergebnisse einer Ringvorlesung mit 32 Beiträgen von Studierenden und Graduierten.

Montag, 2. November 2009, 19:30 Uhr Peter Fleissner spricht über Marxistische Ökonomie 2009 Vortrag bei "Terra Humana", Alt – Wiener – Bund, Hofburg, Michaelerplatz (unter der Kuppel), Batthyanystiege, Mezzanin, 1010 Wien

Dienstag, 27. Oktober 2009, 19:00 Uhr
Buchpräsentation in der Hauptbücherei am Gürtel
Stefan Bollinger (Hg.): Linke und Nation Klassische Texte zu einer brisanten Frage Urban-Loritz-Platz 2a, 1070 Wien mit Ulrich Brand, Winfried Garscha, Walter Baier und dem Herausgeber. Moderation: Thomas Kramar.

Kurt Palm über die Linke in Österreich.

Walter Baier zu Martin Graf.

Zur Lage in Honduras und ein Aufruf

Fotos aus Teheran.

Buchbesprechung von Thomas Kuczynski zu Ulla Plener: Rosa Luxemburg und Lenin.

Emmerich Talos zum Nachhören seiner Gedanken für den Tag zum Thema "Arbeit":
27. April 28. April 29. April 30. April 2. Mai

Wilhelm Mindler berichtet aus Venezuela über den Gipfel der Amerikas

Dokumente, Resolution, Aktionsplan und Berichte vom Weltsozialforum in Belem

Mosche Machover zu Gaza



SoliDemo für LGBTs aus Serbien gegen Homo- & Transphobie Wann? Mittwoch, dem 30. September 2009 um 16:00 Uhr Wo? Museumsquartier / Marcus Omofuma Denkmal Pride Parade in Belgrad untersagt! SoliDemo für LGBTs (lesbian, gay, bisexual, and transgender people) aus Serbien – gegen Homo- & Transphobie! Am 20. September 2009 hätte in Belgrad die zweite Pride Parade überhaupt stattfinden sollen. Aufgrund der erneuten Aufrufe von faschistischen Gruppen die Pride anzugreifen – und mangelnder Kooperationsbereitschaft der Behörden – wurde die vorgesehene Route durch das Stadtzentrum jedoch kurzfristig untersagt. Über Pläne von faschistischen Gruppen, die Parade anzugreifen, wurde schon vor Wochen in serbischen Medien berichtet. Es wurde dazu aufgerufen, die Parade mit allen Mitteln zu verhindern, ParadeTeilnehmer_innen Gewalt anzutun, oder diese sogar zu lynchen. Die Straßen der Stadt waren übersät von homophoben Graffitis, wie etwa „Wir werden euch kriegen!“. Zwar hat Serbien Gesetze gegen Hassreden, jedoch gab es zu keinem Zeitpunkt seitens staatlicher Autoritäten den Willen, diese Drohungen im Vorfeld zu verfolgen. Stattdessen wurden derartige Aussagen als Form der Debatte und des Meinungsaustausches abgetan. Nach Monaten der Planung seitens der Organisator_innen, zeigten sich wiederholte Bekundungen von staatlicher Seite, Vorkehrungen zu treffen, als bloße Rhetorik. Stattdessen wurden bei Verhandlungen mit der Polizei, kurz vor dem Datum der Pride, die Organisator_innen dazu gedrängt, die Parade abzusagen. Lange vor der Pride wurde eine Studie für mögliche Sicherheitsvorkehrungen von den Organisator_innen in Auftrag gegeben. Diese Studie sprach nicht nur Empfehlungen für die Sicherheit während der Pride Parade aus, sondern auch für präventive Maßnahmen im Vorfeld. Letztendlich verweigerte die Polizei jedoch für mögliche Auseinandersetzungen die Verantwortung zu übernehmen zu. Desweiteren wurde den Organisator_innen mitgeteilt, dass sie für zu erwartende Schäden durch FußballHooligans oder faschistischen Gruppen zur Verantwortung gezogen werden würden. Der Minister für innere Angelegenheiten Serbiens, Ivica Dacic, betonte, die Polizei hätte wegen des extrem hohen Risikos einen anderen Ort vorgeschlagen. Dass er das tat, als eine Verlagerung der Pride aus zeitlichen Gründen umöglich war, bleibt unerwähnt. Öffentliche Unterstützungserklärungen und Kritik an den serbischen Autoritäten reichten bis hin zum Europäischen Parlament: Anstatt für minorisierte Gruppen und Gleichberechtigung wurde schließlich ein Zeichen für den neofaschistischen Mob gesetzt, indem es ihm überlassen wurde die Straßen zu kontrollieren. Die Organisator_innen der Pride Parade sind nun dabei, weitere Schritte zu überlegen. Sie fordern vor allem die staatlichen Behörden auf gegen die homophoben Kampagnen neofaschistischer Gruppen, hierzu zählen etwa die Gruppe “Obraz” oder “Srpski narodni pokret 1389“, Maßnahmen zu ergreifen. Es soll ein Zeichen gegen das Verhalten des serbischen Staates gesetzt werden, der sich für grundlegende Menschenrechte offensichtlich nicht einsetzen will, ein Zeichen gegen Homophobie, für Gleichberechtigung und das Recht sich sicher in den Straßen bewegen zu können. Zur Bekundung unserer Solidarität soll eine Demonstration zur serbischen Botschaft stattfinden: Smash homophobia! Smash transphobia! Solidarität mit LGBTs aus Serbien und überall!
Donnerstag, 24. September, ab 9:45 Uhr
How to measure sustainability? – Concepts of Measuring Sustainability in China in Comparison with EU-countries Institut für Ostasienwissenschaften/Sinologie Spitalgasse 2, Hf 2 Eingang 2.3 1090 Wien
Mittwoch, 23. September, 19:00 Uhr
Christlich-marxistischer Lesekreis: Texte zur "Politik der Geschwisterlichkeit" von Chiara Lubich
Albert Schweitzer Haus, Schwarzspanierstr. 13, 1090 Wien, Kursraum 5/ 2. Stock
Dienstag, 22. September, ab 9:00 Uhr
IN MEMORIAM ANDRÉ GORZ Konferenz in Zusammenarbeit mit dem Institut Francais und der Grünen Bildungswerkstatt
Anna Schober spricht im 7* über Verführen durch Irritation.
Ästhetische Taktiken und die politische Gestalt der Demokratie

am Dienstag, den 16. Juni, 19:00 Uhr
im Kulturzentrum 7*, Siebensterngasse 31, 1070 Wien


Der Vortrag zeichnet die „Erfindung“ einer Tradition der Avantgarde quer durch verschiedene Milieus des künstlerischen und politischen Aktivismus seit der Französischen Revolution nach. Der Schwerpunkt liegt auf Beispielen im 20. Jahrhundert: Der Berliner Dadaismus um 1920 findet ebenso Berücksichtigung wie die Bewegungen des europäischen Expanded Cinema und der brasilianischen New Objectivity der 1960er Jahre oder aktuelle Aneignungen in den Ländern des ehemaligen Ostblocks seit 1989.
Im Zentrum steht eine Genealogie der ästhetischen Taktiken der Parodie, der Ironie, der Montage oder der Verfremdung, die sowohl Konnotationslinien und Ähnlichkeiten zwischen den verschiedensten Praktiken aufzeigt, als auch Abgrenzungen und Brüche. Besondere Aufmerksamkeit kommt dabei der Geschichte der politischen Beurteilung der Ironie, der Parodie, der Montage oder der Verfremdung zu. Entgegen gängiger Sichtweisen, für die solche Praktiken eine politisch „subversive“ oder „transgressive“ Wirkung gleichsam in sich tragen, wird eine diskursanalytische Lesart vorgestellt, die zeigt, wie solche Taktiken auf stets unkalkulierbare und zwiespältige Weise in einen Streit um den Umbau der Gesellschaft involviert sind.

Die Historikerin Doz. Dr. Anna Schober unterrichtet am Institut für Zeitgeschichte der Uni Wien und an der TU Wien. Arbeiten zu den Themen Visuelle Kultur, Popkultur, öffentlicher Raum und neue soziale Bewegungen. Zuletzt erschienen: Ironie, Montage, Verfremdung. Ästhetische Taktiken und die politische Gestalt der Demokratie, München 2009 (Wilhelm Fink Verlag) und: Cinema as political movement in democratic and totalitarian societies since the 1960s. In: Angela Harutyunyan, Kathrin Horschelmann und Malcolm Miles (Hrsg.), Public Spheres After Socialism, Exeter (Intellect Books), 2009, 41-65.

Lesestoff 2008

Ein Beitrag aus Utopie kreativ zur politischen Linie von Obama
Das European Social Forum 2008 fand vom 17. bis 21. September in Malmö statt (siehe Berichte von Hermann Dworczak). transform!at war mit Walter Baier, Josef Baum und Peter Fleissner verteten (siehe Präsentation 1 und Präsentation 2)
Internationale Konferenz für Probabilistische Politische Ökonomie in Kingston bei London, UK, 14.-17. Juli 2008.
Fotos (60 MB!)
Fleissners Präsentation

Ein Bericht von der Jahresversammlung des Netzwerks transform!europe in Stockholm im Juni 2008

Die Nummer 02/2008 des englischsprachigen Journals transform! european journal for alternative thinking and political dialogue (mit Illustrationen von Afred Hrdlicka) kann hier gratis heruntergeladen werden.
Peter Fleissner: Soziales Leben in virtuellen Welten? Präsentation auf dem Symposium des Austrian Chapter des Club of Rome
LEBEN IM CYBERSPACE - Die Bildung von Sozialkapital in virtuellen Welten" in Kooperation mit der Deutschen EU-Ratspräsidentschaft. Gratisdownload des Tagungsbandes
Auf Initiative von transform!at wurde beim Fonds zur Förderung der Wissenschaftlichen Forschung (FWF) der revidierte Antrag auf Finanzierung eines iinterdisziplinären Forschungsprojekts zur Einführung verschiedener Versionen eines Grundeinkommmens in Österreich eingereicht.


Publikationen 2007
Walter Baier:
Prinzip EntTäuschung Von den großen Erzählungen zur neuen Sprache der Politik VSA-Verlag Hamburg, ISBN 978-3-89965-260-4 Inhalt und Zusammenfassung, 12 Thesen zum Buch, Rezension im Standard vom 19. September 07
Die erste Nummer des neuen englischsprachigen Journals transform! european journal for alternative thinking and political dialogue ist erschienen. Schwerpunktthema: "Re-founding the European Union?". Begleitbrief Gratisdownload Jahresabo (18 EURO). Nun auch in deutscher Sprache Umschlagseiten Bestellung einer kostenlosen Probenummer Eine andere Welt - konkret! sozialstaat arbeit grundeinkommen
transform!at- Broschüre mit Beiträgen von
Walter Baier (3MB), Heidi Ambrosch, (1MB) Christian Fuchs (1MB) und Peter Fleissner (3MB). Kostenlos anfordern über office at transform.or.at!
Peter Fleissner und Vicente Romano (Hg.)
Digitale Medien
Neue Möglichkeiten für Demokratie und Partizipation? trafo Verlag Dr. Weist Berlin, ISBN 3-89626-553-9
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1. Mai Demo in Linz: Polizeiskandal

Bitte lesen Sie hier mehr.
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Unterschriftensammlung für bedingungsloses Grundeinkommen

Jetzt auch ONLINE unterschreiben: http://www.pro-grundeinkommen.at.

Die Unterschriftenaktion zur Einführung eines "Bedingungslosen Grundeinkommens" in Österreich hat am 30. April begonnen. Unterschriftenlisten zum Herunterladen finden Sie hier.
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Kroatische Studenteninitiative für freies Studium

Pressemitteilung und Solidaritätserklärung

Weitere Informationen (hauptsächlich auf serbokroatisch) über den Vorgang der Besetzung siehe http://slobodnifilozofski.bloger.hr/

Bitte Unerstützungserklärungen an slobodnifilozofski@ googlemail.com (ohne blank nach @) senden!
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Josef Baum im 7stern

        Der Umweltexperte und Ökonom spricht
am Dienstag, den 19.Mai, um 19:00 Uhr
im Kulturzentrum Siebenstern, Siebensterngasse 31, 1070 Wien

zum Thema

Überlebt der Kapitalismus die Klimakrise?

Die derzeitige Weltwirtschaftskrise dürfte noch heftiger werden. Aber sie ist wahrscheinlich nur ein Lüfterl im Vergleich zu dem, was mit der "Klimakrise" in den nächsten Jahrzehnten bevorsteht..- Im Dezember 2009 findet in Kopenhagen die große Kyoto-Nachfolgekonferenz statt, die für die Zukunft der Menschheit von existentieller Bedeutung sein kann. Doch wird der Kapitalismus das alles überleben?

Anschliessend Diskussion!
Hier gehts zum weblog von Josef Baum
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Gespräch 4/ KEIN EINTOPF BITTE!

am Montag, 30. März 09, 19:00 Uhr
im Fleischerei, A-1070 Wien


„Eine welche andere Welt ist möglich!“

Gespräch mit AktivistInnen und TeilnehmerInnen am Weltsozialforum in Belèn (BR) 2009 – Wie kann die Weltwirtschaft reformiert/revolutioniert werden, welche Modelle gibt es, wo werden sie wie und mit welchem Ergebnis realisiert? Was kann Europa lernen von der sog. „Dritten Welt“?
Kuratorin: Eva Brenner / Moderation: Radovan Grahovac

Nach dem erstmaligen Screening eines 20 min. Dokumentarfilmes von Leo Gabriel über Solidarwirtschaft in Brasilien diskutieren folgende TeilnehmerInnen am WSF 2009: Walter Baier (A, Koordinator des gesamteuropäischen Netzwerks TRANSFORM), Leo Gabriel (A, Journalist, Sozialanthropologe und Mitglied des Internationalen Rats des Weltsozialforums), Cornelia Schweiner (A, Menschenrechtsaktivistin, Mitarbeiterin der steirischen Landesregierung für Frauenfragen und Soziales).

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Arbeit und Wert bei Marx

zum Thema sprechen
• Herbert Auinger
und
Peter Fleissner

am Mittwoch, 25.3.2009 um 19:30 Uhr
im Cafe Siebenstern, Siebensterngasse 31, 1070 Wien


Die Arbeitswerttheorie gilt – ebenso wie Karl Marx, der sie wesentlich weiterentwickelt hat – immer noch als toter Hund, obwohl sogar die gängige Ökonomie implizit auf ihr aufbaut (man denke etwa an den Begriff „Wertschöpfung“ in der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung). Erklärungen, was Preise eigentlich sind, oder woher der Profit stammt, ja sogar die Vorhersage der Finanzkrise sind wertvolle Elemente, die der üblichen ökonomischen Theorie fehlen. In seinem Beitrag wendet Peter Fleissner die Werttheorie auf die österreichische Volkswirtschaft an und zeigt auf, dass mit ihrer Hilfe die Preisniveaus der einzelnen Wirtschaftszweige mit hoher Genauigkeit erklärt werden können. Darüber hinaus geht er auf die Rolle von Dienstleistungen in einer widerspruchsfreien Werttheorie ein und stellt Überlegungen zum Zusammenbruch der Wertrechnung an.

An dem Kapitalismus, den Marx kritisierte, hat sich seither manches, aber nichts Wesentliches geändert: Immer noch ist die Vermehrung des Geldes der beherrschende Zweck, für den gearbeitet wird – und das ist kein geschickter Umweg zur besseren Befriedigung der Bedürfnisse; noch immer sind die arbeitenden Menschen Kostenfaktor, also die negative Größe des Betriebszwecks; noch immer findet die Entwicklung der Produktivkraft der Arbeit nur statt, um Löhne zu sparen und Arbeitskräfte zu entlassen – also die Arbeiter ärmer zu machen. Wegen seiner Aktualität verdient Marx, dass man seine Bücher studiert; sie helfen, die ökonomische Wirklichkeit zu erklären. Das will Herbert Auinger entlang des ersten Kapitels des "Kapital", "Die Ware" demonstrieren: Gebrauchswert und Tauschwert, konkrete und abstrakte Arbeit, Geld und Nutzen, Arbeit und Reichtum – alles Bestimmungen, die die härtesten Gegensätze enthalten.
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Gramsci-Symposium

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Bisherige Veranstaltungen



transform!at lädt für Samstag, 30. August 2008, 14:30 Uhr, im Rahmen des Volksstimmefestes zu einer Diskussion über die Rolle der Linken in Deutschland und Österreich ein. Mit em. Univ.Prof Georg Fuelberth, Melina Klaus und Josef Baum. Moderation: Heidemarie Ambrosch.

Am Sonntag, 31. August 2008, 14:30 Uhr Präsentation eines neuen Readers zu Otto Bauer und der Austromarxismus. Podium: Hannes Bauer, Lisbeth Trallori, Karin Schneider, Birge Krondorfer, Michael Graber, Walter Baier. Moderation: Peter Fleissner.

Das Neuen Jahr hat die erste gute Nachricht gebracht, die wir Euch gleich mitteilen wollen:

Frauen-Engagement
Für ihr Engagement "für die Neue Frauenbewegung und für die universitäre Institutionalisierung der Frauen- und Geschlechterforschung" wird die Wiener Sozialwissenschafterin Lisbeth N. Trallori am 21. Jänner von Wissenschaftsminister Johannes Hahn mit dem mit 10.000 Euro dotierten Gabriele-Possanner-Staatspreis ausgezeichnet. Seit mehr als 20 Jahren setze sich die freie Wissenschafterin an vorderster Linie mit den geschlechterpolitischen Einflussfaktoren auseinander, die besonders die Lebensrealität von Frauen wesentlich mitbestimmen, begründet die Jury.
Trallori beschäftigte sich mit dem Widerstand von Frauen im Nationalsozialismus und zählt zu den Pionierinnen der kritischen Auseinandersetzung mit Körperpolitik und Gentechnologien. Der Gabriele-Possanner-Preis erinnert seit 1997 an die erstmalige Verleihung eines akademischen Grades an eine Frau durch eine österreichische Universität im Jahr 1897.
(red/DER STANDARD, Printausgabe, 16.1.2008)


Wir gratulieren herzlich!


Vom Widerstand zur Alternative

transform!at lädt ein ins Kulturzentrum Siebenstern zum Gespräch mit
Heide Hammer, Rosa Reitsamer, Marlene Streeruwitz (angefragt) und Walter Baier
Donnerstag, 28. Februar, 19:00 Uhr
Siebensterngasse 31, 1070 Wien

Freundschaftliche Zusammenhänge bilden vielfach die Grundlage linker Subkultur, die ein breites Spektrum an Betätigungsmöglichkeiten bietet. Und was weiter? Die rasche Abfolge dieser Assoziationen eröffnet - gerade im Rahmen des neoliberalen Paradigmas und seiner Verwertung kreativen Potenzials - Fragen zum Verhältnis gegenwärtig wirksamer widerständiger Taktiken und der Möglichkeiten ihrer Kooptierung in die herrschenden Diskurse. Die Suche nach Alternativen innerhalb gegebener Machtstrukturen bleibt – auch heute, 40 Jahre nach 1968 – ein schwieriges Geschäft, dem die TeilnehmerInnen auch an diesem Abend nachgehen wollen.

Heide Hammer:
Revolutionierung des Alltags. Auf der Spur kollektiver Widerstandspraktiken. Milena Verlag, Wien 2007
Die Lust an der Veränderung bestimmt die Beschäftigung mit den im Buch zusammengeführten philosophischen und politischen Aktivitäten. Zentral an diesen Emanzipationsbemühungen ist ein antiautoritärer Gestus, der in einer popkulturellen Fassung unter sich keine Sklaven und über sich keine Herren sehen will. Mikropolitische Orientierungen, kapillare Wirkungen politischen Handelns werden entlang dieses Ansatzes zentral. Eine Skizze gelungener kollektiver Widerstandserfahrungen beginnend mit 1968 will der Motivation zu politischem Handeln nachspüren und die Lust an ihrer Wiederholung vergegenwärtigen. Hier wirken Begriffe wie Sabotage, Intervention, Störung, Rauschen, Guerilla in einem Spiel, das sich nicht in der Logik von Sieg und Niederlage erschöpft. Stattdessen erfolgt ein zähes und immer auch zweifelhaftes Festhalten an Formen der Ironie, Parodie, Subversion. Mikropolitische Orientierungen, kapillare Wirkungen politischen Handelns werden entlang dieses Ansatzes zentral.

Marina Grzinic / Rosa Reitsamer (eds.):
New Feminism. Queer and Networking Conditions. Löcker Verlag, Wien 2008.
The book is an anthology that presents and constructs a configuration of acting and fighting for New Feminism by feminists, lesbians and queers. New Feminism opens the discussion on the most internal changes of feminism today, asking what are the conditions within global capitalism that inform and reshape its concepts, paradigms and statements in relation to labor, migration, capital and democracy. Claiming that a territory wider than just first world capitalism exists, we ask in the book for an urgent introduction into feminist theory and practice of questions, topics and agendas that react against wo/men trafficking, the forces of migration and bare lives, and reflect on possible new mode(l)s of their representation and articulation.

Walter Baier:
Prinzip EntTäuschung. Von den großen Erzählungen zur neuen Sprache der Politik. VSA Verlag, Hamburg 2007
Das Buch konfrontiert das reichhaltige Diskursmaterial der Neuen Sozialen Bewegungen mit den Erfahrungen der historischen Emanzipationsbewegungen und stellt die Frage: Wie kann nach dem Scheitern der großen Erzählungen des 20. Jahrhunderts eine neue geschichtswirksame politische Sprache gefunden werden, durch die sich die Besonderheiten der vielen einzelnen globalisierungskritischen Kämpfe in eine kosmopolitische Sprache übersetzen ließen?
Aus dem Archiv:
Bisherige Veranstaltungen:
Wochenend-Seminar: Rassismus
Sa/So 13.-14. Oktober 2007, Cafe 7Stern
Im Rahmen des Halbjahresschwerpunkt Antirassismus organisiert die KPÖ-Wien gemeinsam mit transform!at ein Seminar zum Thema "Rassismus", in dem wir uns die theoretischen Grundlagen für unsere antirassistischen Aktvitäten erarbeiten wollen. Das Seminar wird von Wulf D. Hund geleitet. Er ist Professor für Soziologie am Department für Wirtschaft und Politik der Universität Hamburg, Rassismusforscher und Author zahlreicher Bücher zum Thema.

Programm:
Samstag: Anhand des Films "Metropolis" (Fritz Lang) und seines demagogischen Antikapitalismus werden wir uns unter Einbeziehung der Kategorien Geschlecht, Klasse und Rasse, die Grundstrukturen "negativer Vergesellschaftung" erarbeiten und dieses Modell diskutieren.
Sonntag: Wir starten mit dem Film "Der Glöckner von Notre Dame" (in der Zeichentrickversion von Disney) und diskutieren dessn heimlichen Rassismus aus der Perspektive bügerlicher Arbeitsethik. Wir erarbeiten daraus die Grundstrukturen rassistischer Projektionen und diskutieren dieses Modell anhand der Novelle "Carmen" von Prosper Mérimée.
Die Teilnahme am Seminar ist kostenlos.

Anmeldungen unter: seminar.wien@kpoe.at

Beginn: jeweils 9:30, Frühstücksbuffet während des Films.

Erwünschte Vorbereitung:

Rassismus von Wulf D. Hund, 170 S. ISBN: 978-3-89942-310-5
(Wir haben einige Exemplare zur Vorbereitung vorrätig)

Alternativ die stark gekürzte Zusammenfassung

Die Novelle "Carmen". z.B. als Reclam oder Online vom Projekt Gutenberg.
Wir haben auch 10 Stück Reclam zum Verborgen vorrätig
Buchpräsentation von und mit Frigga Haug
Rosa Luxemburg und die Kunst der Politik Die meisten Menschen kennen den Namen Rosa Luxemburg. Wissen vielleicht auch noch, dass sie ermordet wurde, im Landwehrkanal ertränkt. Einige erinnern ihr berühmtes Wort von der Freiheit, die stets die Freiheit der Andersdenkenden sei. Schon wenige wissen, dass sie in der Geschichte der Arbeiterbewegung eigentlich nie wirklich zum Zuge kam und vor allem, dass in ihren politischen Vorschlägen, ihren zahlreichen Texten Unabgegoltenes steckt für gegenwärtige Politik. Und so geht es Frigga Haug in ihrem neuen Buch "Rosa Luxemburg und die Kunst der Politik" auch nicht um Historisches und Biographisches. Ihre Perspektive ist vielmehr, wie sich unsere Gegenwart im Spiegel von Rosa Luxemburg vermessen lässt und worin unter dem Vergangenen und Unwiederholbaren die Aktualität der Luxemburgschen Ideen liegt: im Konzept von der revolutionären Realpolitik, im Verhältnis von Partei und Volk und nicht zuletzt in der Aufgabe von politischer Bildung.
Indem Luxemburgs Denken in diesem Buch in seine praktischen Anwendungsformen zerlegt und wieder zusammengesetzt wird wie ein Puzzle, zeichnet sich der Entwurf einer Politik ab, die das Ziel einer solidarischen Gesellschaft nie aus den Augen verliert.
Freitag, 12. Oktober, 19.00 Uhr
Literaturhaus, Seidengasse 13, 1070 Wien
Eine Veranstaltung der GBW-Wien in Kooperation mit transform!at und AUF - Eine Frauenzeitschrift
Vortrag von Frigga Haug Die bekannte deutsche Soziologin Frigga Haug kommt nach Wien und spricht zum Thema
Was tun, wenn der neue Feminismus neoliberal ist? Betrachtungen an einem lebendigen Stück passiver Revolution
Donnerstag, 11. Oktober, 18.30 Uhr
Großer Festsaal der Universität Wien, Dr.-Karl-Lueger-Ring 1, 1010 Wien Feminismus hat derzeit Konjunktur - sowohl als Prügel wie als Geprügelter. Um zu begreifen, wie der Geist des Feminismus zugleich vergessen scheint, gleichwohl bekämpft wird und wiederum eingesetzt ist für neoliberale Politik müssen wir ein Stück zurücktreten und zunächst in Erinnerung rufen, in welchem Zusammenhang eigentlich die Geschlechterfrage zum Neoliberalismus steht. Wir fragen ferner, welche Verschiebung der neoliberale High-tech-Kapitalismus brachte, und was dies für die Frauenfrage bedeutet. Wir besichtigen die Kämpfe gegen den alten Feminismus und die Geburt des neuen. Gemeinsam diskutieren wir Möglichkeiten, feministisches Land wiederzugewinnen.

Eine gemeinsame Veranstaltung der GBW-Wien und der Grünen Frauen Wien in Kooperation mit GRAS, KSV-lili und transform!at
Vortrag von Michael Brie
Vielfalt in der Einheit Typen des osteuropäischen Staatssozialismus
Der Staatssozialismus war nicht so monolithisch, wie er vielen in Ost und West schien. In Ungarn, der DDR oder Rumäniens lebte und hoffte man anders. Die Herrschaftsstrukturen und die Formen der Auseinandersetzung mit ihnen waren verschieden. Diese vergangene Differenziertheit ist in Kultur und Erinnerung tief verwurzelt und beeinflusst als differenziertes Erbe den Prozess der Transformation nach 1989.
Der Vortrag findet am
Donnerstag, den 4. Oktober 2007, um 17:00 Uhr
im NIG, Universitätsstraße 7/5. Stock, Hörsaal 5 A (Institut für Geografie und Regionalforschung, 5. Stock) im Rahmen der Ringvorlesung Kulturen der Differenz statt.

Biographisches: Michael Brie, Jg. 1954, Prof. Dr., Philosoph, Berlin, Offizieller Vertreter des europäischen Netzwerkes transform!, Mitglied des Geschäftsführenden Ausschusses der Rosa-Luxemburg-Stiftung; Leiter des Bereiches Politikanalyse.
Einladung zur Buchpräsentation
Prinzip EntTäuschung von Walter Baier
Von den großen Erzählungen zur neuen Sprache der Politik
Podiumsgespräch, moderiert von Peter Fleissner
mit Walter Baier, Lisbeth N. Trallori,
Marlene Streeruwitz und Peter Möschl
am Dienstag, 02. Oktober 2007, 19:00 Uhr
im Weinhaus Sittl, Lerchenfelder Gürtel 51, 1160 Wien
Wie kann nach dem Scheitern der großen Erzählungen des 20. Jahrhunderts eine neue geschichtswirksame politische Sprache gefunden werden, durch die sich die Besonderheiten der vielen einzelnen globalisierungskritischen Kämpfe in eine kosmopolitische Sprache übersetzen liessen?
Inhalt und Zusammenfassung
Rezension im Standard vom 19. September 07
Was geschah in der Fleischerei
am Donnerstag, den 24. Mai,
und wie gehts weiter?

Es war eine ideale Gruppengröße für gute Gespräche, wie sie die Gruppendynamiker so gerne haben. Nach der Vorstellung der fleischerei/experimentaltheater durch von Eva Brenner stellte Eva Kumar ihre Webseitenprojekt über AfrikanerInnen in Wien zur Diskussion. Dann gab es eine Präsentation von Peter Fleissner über das von transform!at beim Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung eingereichte Forschungsprojekt zur Einführung eines Grundeinkommens in Österreich mithilfe eines mathematischen Simulationsmodells. Wenn alles gut geht, kann im Herbst mit der Durchführung des Projekts begonnen werden. Als letzten Beitrag stellte Hans Müller seine Gedanken über linke Vernetzung vor, die uns sicher weiterhin beschäftigen werden. In der intensiven und interessanten Diskussion und in der durch ein hervorragendes Buffet unterstützten Nachdenkpause gab es bereits einige konkrete Zusammenarbeitsangebote. Unter anderem wurde die Idee vorgeschlagen, am Volksstimmefest mit einem eigenen transform!at Stand präsent zu sein.

Im Juli gestaltete transform!at die Sommeruniversität der Europäischen Linkspartei in Gosau mit. Der für Sommer 2007 geplante Vortrag von Prof. Heinz Dieterich über sein Konzept des "Sozialismus im 21. Jahrhundert" wird wegen Erkrankung des Referenten voraussichtlich im Dezember stattfinden.

20Diskussion zu den Grundlagen der Arbeitswerttheorie

Zum 190. Geburtstag von Karl Marx eröffnete transform!at eine Internet-Diskussion zu den Grundlagen der Marxistischen Politischen Ökonomie. Es geht dabei um eine widerspruchsfreie, modernisierte und quantitativ-empirisch anwendbare Formulierung der Arbeitswerttheorie. Das Umfeld der Problematik hat Robert Misik virtuos beschrieben.

Sie sind herzlich eingeladen, mitzumachen. Bitte senden Sie Ihre Beiträge an transform!at. Sie werden auf dieser Webseite eingefügt.

Bisher diskutieren Hans-Gert Gräbe, Wolfgang Hoss, Georg Quaas, Michael Schlegel, Christian Szolarz, Alexander.B.Voegele, Dave Zachariah und Peter Fleissner.
Quelle: cepa.newschool.edu/het/profiles/image/marx.gif

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