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Szenario1 Aufhebung der Massnahmen

Zunächst eine Warnung. Alle Informationen in diesem Beitrag sind bloße Berechnungen unter der Voraussetzung: "Was wäre, wenn..."

Das erste Szenario nimmt die Covid-19-Simulation als Ersatz für die Wirklichkeit und unternimmt daran folgendes Experiment: br>
Die folgende Grafik zeigt das Ergebnis, wenn kein Impfstoff oder ein wirksames Medikament zur Verfügung steht. Die Positiv Getesteten steigen stark an und erhöhen die bereits vorhandenen. Die aktulle Infizierten wachsen vorübergehend und erreichen ihren Gipfel am 27. April. Die Verstorbenen wachsen auf ca. 750. Man kann diese Ergebnisse des Simulationsmodells mit den jüngsten Bildern aus der Galerie vergleichen.

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Bilder einer Epidemie

Hier finden Sie die Ergebnisse eines einfachen Simulationsmodells der Covid-19-Epidemie in Österreich. Es wird täglich nach 15:00 Uhr aus den Daten des Gesundheitministeriums aufdatiert.

Letztes Update: Donnerstag, 9. April 2020 15:00 Uhr. Business as usual. Keine besonderen Vorkommnisse. Vielleicht interessiert Sie auch die Simulation einer neuen Ansteckungs-Welle auf dieser Homepage?


Mittwoch, 8. April 2020 15:00 Uhr. Business as usual. Keine besonderen Vorkommnisse. Die Ansteckungdrate wuchs in den letzten drei Tagen nur noch um 2 - 3 Prozent, eine Verringerung kann man nicht feststellen.

Dienstag, 7. April: Die Parameter und eine Übergangsfunktion sind adaptiert worden (wie oben erläutert)

Montag, 6. April: Das Modell kommt in eine neue Phase. Fielen bisher die Ansteckungsraten stark nach einem linearen Trend, folgen sie in der zweiten Phase von einem sehr niedrigen Niveau (ca. 2-3 Prozent pro Tag) aus einem exponentiellen Trend und fallen nur noch ganz langsam.

Am Sonntag, den 5. April habe ich das Modell nur fortgeschrieben. Die Anpassung ist ok, aber der Übergang zu einer Phase, wo keine Neuinfektionen mehr festgestellt werden, geschieht etwas abrupt. Ich denke, hier werde ich nachbessern müssen. Vorher war das Modell eine Woche lang unverändert, mit einer Ausnahme: Die Zahl der Verstorbenen musste am 30. Maerz neu kalibriert werden, da die Todesfälle stark gewachsen sind. In den letzten beiden Tagen habe ich Diskrepanzen zwischen Modell und Wirklichkeit gespürt und habe daher die neuen Daten der positiv Getesteten genauer unter die Lupe genommen. Und siehe da, ich habe damit zu lange gewartet, denn der Trend in den Zuwachsraten ist stark gefallen und hat die Maxima für Prävalenz und Inzidenz Richtung Jahresbeginn verschoben. Dies habe ich am 4. April zum Anlass für eine Revision genommen und habe nach Hinweisen von Anton Rainer eine getrennte Berechnung der positiv Getesteten (sie können immer nur wachsen) und der Inzidenz (sie kann durch Tod und Genesung auch wieder kleiner werden) vorgenommen und die neuen Trends eingebaut. Tatsächlich werden die Maxima nun früher erreicht als in der vorigen Modellvariante und außerdem sind sie kleiner. Die Simulation der Positiv Infizierten zeigt, dass das Maximum der Ansteckungen relativ bald und wegen der Linearität etwas abrupt erreicht sein wird (ein fallender linearer Trend geht dieser Tage durch die Nulllinie. Danach ist die Wachstumsrate der Ansteckungen ebenfalls Null). Die verordneten Maßnahmen haben stärker gewirkt als noch vor einer Woche sichtbar war Ich bin froh, dass die Revision in eine hoffnungsvollere Zukunft zeigt. Aber wenn die Maßnahmen aufgehoben werden, muss man wie nach einem Waldbrand mit neu aufflammenden Brandnestern rechnen. Es gibt mehr als 8 Millionen, die infiziert werden können. Ich bin neugierig, wie die Maßnahmen gelockert werden, ohne dass es zu einem neuen Aufflackern kommt, Keine kleine Herausforderung für das Krisenmanagement!

Die Grafiken zeigen den simulierten Verlauf für 100 Tage ab dem 8. März. Die blaue Fläche in der oberen Grafik (linke Seite) sind die schon beobachteten Daten für positiv Getestete.Die gelbe Kurve steht für die Inzidenz. Die untere Grafik zeigt die geschätzte Zahl der Neuinfektionen pro Tag (Praevalenz) und die Zahl der bisher Verstorbenen. Unsicher sind die Ansteckungstrends, die ja von den gesetzten Maßnahmen abhängen. Dunkelziffer wurde keine berücksichtigt. Die Simulation ist ein Versuch, festzustellen, wie weit Modell und Wirklichkeit übereinstimmen. Sie gibt gleichzeitig eine Schätzung über den weiteren Verlauf der Epidemie. Es kann keine Gewähr für die Richtigkeit der Prognose übernommen werden. Aber "ein Vergleich macht Sie sicher" ;-) : Hier das Titelbild der Presse von heute (8.April). Biilden Sie sich selbst ein Urteil und betrachten Sie den erwarteten Gesamtverlauf!



Die Politik steht vor der Herausforderung, Österreich zwischen Skylla und Charybdis durchzusteuern. Einerseits dürfen die Ansteckungsraten nicht zu hoch sein, damit die Spitäler nicht überlastet werden, andererseits ist totaler Lockdown zwar mit geringeren Ansteckungen verbunden, aber er wird die Wirtschaftstätigkeit stark reduzieren.

Außerdem darf nicht vergessen werden, dass Corona länger mit uns bleiben wird. Die Immunität der Mehrheit ist noch lange Zeit nicht gegeben, die Ansteckbaren sind etwas mehr als 8 Millionen. Die Gefahr weiterer Ansteckungswellen ähnlich wie bei Grippe steht im Raum (wie derzeit in Hongkong), bis es entweder eine Impfung oder wirksame Medikamente geben wird. Eine mögliche Strategie ist der weitere Kapazitätsausbau für Krankenhauspersonal, Krankenhaus- (bzw. Intensiv-)Betten und Beatmungsgeraete.



Hier kommt die Bildergalerie:
Samstag, 28. Maerz 2020
Sonntag, 29. Maerz 2020
Montag, 30. Maerz 2020
Dienstag, 31. Maerz 2020
Mittwoch, 1. April 2020
Donnerstag, 2. April 2020
Freitag, 3. April 2020
Samstag, 4. April 2020
Sonntag, 5. April 2020
Montag, 6. April 2020
Dienstag, 7. April 2020
Mittwoch, 8. April 2020
Donnerstag, 9. April 2020




Peter Fleissner
e-mail: fleissner at peterfleissner.at
homepage: transform!at

Durch Klicken auf 'mehr' können Sie einige technische Details des Modells sehen.
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Arbeitslosenalarm!

Derzeit schon 562.522 Arbeitslose

oe24 m meldete am Mittwoch noch: Montag bis Mittwoch zusammengerechnet um 74.000 mehr Arbeitslose als noch Sonntagabend. Laut ORF von Freitag sind es seit Montag zusätzlich beinahe 100.000 geworden.

Die Corona-Krise und die verordneten Betriebsschließungen lassen in Österreich weiterhin stark die Arbeitslosenzahlen steigen. Seit dem Start der Ausgangsbeschränkungen gibt es Montag bis Mittwoch zusammengerechnet um 74.000 mehr Arbeitslose als noch Sonntagabend, sagte AMS-Vorstand Johannes Kopf am Donnerstagnachmittag zur APA.

Von den 74.000 neuen Arbeitslosen würden 29.000 aus dem Tourismus, 8.000 vom Bau und 6.500 hauptsächlich aus der Leiharbeitsbranche stammen, so der AMS-Chef.

Ab sofort können Unternehmen die neue Kurzarbeitsregelung in Anspruch nehmen und beim AMS (Arbeitsmarktservice) beantragen. Alle Informationen zur Kurzarbeit sind auf der Website des AMS verfügbar, unter anderem das Kurzarbeit-Begehren, Pauschalsatztabellen und Pauschalsatz-Erläuterungen.

ACHTUNG: Keine Kündigungen mit Wiedereinstellungszusage unterschreiben
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Soziale Folgen der Coronakrise mildern!

(17.3.2020) Das Verständnis und die Disziplin der Bevölkerung bei der Befolgung der verordneten Maßnahmen ist in den meisten österreichischen Regionen vorbildlich. Die regierungsamtlichen Maßnahmen verbleiben allerdings im Rahmen einer unmittelbar von der Pandemie herausgeforderten Reaktion und lassen auch ihre nachhaltigen sozialen Folgen außer Acht.
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Unfaire Anhörung von Assange in London

Reporter ohne Grenzen ist in höchstem Maße beunruhigt, dass die USA in London in der ersten Woche der Anhörung über die Auslieferung von Wikileaks-Gründer Julian Assange erneut keine Beweise für die ihm vorgeworfenen Straftaten vorgelegt haben.

Die Organisation hat die Anhörung bisher im Woolwich Crown Court beobachtet und war zeitweise mit drei Vertreterinnen und Vertretern in London anwesend. An der Mission nahmen RSF-Generalsekretär Christophe Deloire, der Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen Deutschland Christian Mihr und die Leiterin des UK-Büros Rebecca Vincent teil. Zudem demonstrierten Vertreterinnen und Vertreter von Reporter ohne Grenzen am Tag vor Anhörungsbeginn vor dem Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh, in dem Julian Assange unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen inhaftiert ist.
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Kritik am Regierungsprogramm von Emmerich Talos

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Kritk von Walter Baier (transform-europ. netzwerk) am Regierungsprogramm

Regierungsprogramm: Kapitel „EU – Europa – Außenpolitik“

Allgemeine Vorbemerkung

Dass die ÖVP die Fortsetzung der unter Türkisch-Blau eingeschlagene antiliberale Richtung in der Migrations- und Menschenrechtspolitik im Koalitionspakt festschreiben konnte, wurde und wird ausgiebig kommentiert.
Wahrgenommen – zumindest in einer kritischen Öffentlichkeit – wird auch, dass keine der von der Regierung Kurz I durchgesetzten neoliberalen sozial- und arbeitsrechtlichen Verschlechterungen zurückgenommen werden wird. Die Bereiche Sozial- und Wirtschaftspolitik tragen überdies eine eindeutig neoliberale Handschrift.

Was bedeutet das gesellschaftspolitisch?
Bei der Präsentation des Regierungsprogramms am 2.Jänner erklärte Werner Kogler:
„Nun müsse man an der ‚großen Versöhnung von Ökonomie und Ökologie‘ arbeiten:“ (https://www.meinbezirk.at/wien/c-politik/oevp-und-gruene-praesentieren-regierungsprogramm_a3843384)
Ökonomie im Regierungsprogramm ist synonym mit neoliberaler Kapitalismus. Die im Regierungsprogramm gelisteten Maßnahmen ergeben einen Faden – bis in die kleinsten Details:
Senkung der Steuer und Abgabenquote, Senkung des Körperschaftssteuersatzes, Förderung der Investitionen von Privatbahnen, Liberalisierung des Bahnverkehrs, Entrepreneurship Education, Erarbeitung eines Konzepts, um unternehmerisches Denken im Bildungssystem zu verankern, Förderung des Wohnungseigentums… etc, etc…
Gesellschaftspolitisch handelt es sich um ein neoliberales Programm, dessen Kern die Senkung der Steuer- und Staatsquote ist. Die als notwendig erkannte Ökologisierung soll mit neoliberalen Instrumenten (ETS, Preisanreize, Marktmechanismen) stattfinden. Um die Akzeptanz der Begrünung“ bei Kapital und Industrie zu erhöhen, wird sie mit diversen Steuergeschenken vergoldet.
Sicherlich sind die Grünen keine „Klassenpartei“, die ÖVP ist aber eine. Das verleiht ihren Vorstellungen die Kohärenz, der die Grünen nichts entgegenzusetzen haben.

Das Kapitel „Österreich in Europa und der Welt“

Werner Kogler betonte bei der Präsentation des Regierungsprogramms vor dem Nationalrat „vor allem auch den proeuropäischen Charakter der neuen Bundesregierung:“ (https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200110_OTS0084/bundeskanzler-kurz-und-vizekanzler-kogler-praesentieren-schwerpunkte-des-regierungsprogramms )
Tatsächlich aber offenbart das Regierungsabkommen einen erschreckenden Provinzialismus, indem Europa durchgehend mit der Europäischen Union gleichgesetzt wird. OSZE (deren Sitz sich immerhin in Wien befindet) oder der Europarat, dessen Mitglied Österreich seit 1956 ist, finden nur eine beiläufige Erwähnung, ohne dass irgendeine Zielsetzung österreichischer Politik in ihnen genannt würde.
Allein dies entwertet das allgemeine Bekenntnis zur Neutralität zur belanglosen Floskel. Darüber hinaus lässt diese eingeschränkte Sicht auf Europa das Regierungsprogramm am friedenspolitischen Hauptthema, nukleare Abrüstung vorbeigehen.

Werner Koglers Ansage trifft also nur in dem eingeschränkten Sinn zu, dass man unter „pro-europäisch“ den in der Van der Leyen-Kommission verkörperten Mainstream der EU versteht.
Auch hier markiert die ÖVP die gesellschaftspolitisch entscheidenden strategischen Punkte:

+ Es braucht eine klare Haltung der EU-Kommission gegenüber Budgetsündern.
Der Punkt ist deshalb bemerkenswert, weil die Grünen 2011 im Parlament gegen den „Stabilitäts- und Wachstumspakt“ (Schuldenbremse) gestimmt haben und ihre Zustimmung auch im September 2019 zu einer Verankerung der Schuldenbremse in Verfassungsänderung verweigert hatten.
Im Kapitel auffindbare grüne Anliegen, deren Verwirklichung allerdings nichts kostet bzw. nicht in der Macht einer österreichischen Bundesregierung liegen. sind:
+ Konsequentes Eintreten für die ausreichende Finanzierung von Maßnahmen gegen die Klimakrise im EU-Budgetrahmen bis 2027
+ Einsatz für ein wirkungsvolles ETS-System und einen CO2 -Mindestpreis auf europäischer Ebene (Auf die von NGOs – zu Recht – formulierte Kritik am ETS-System kann hier nicht eingegangen werden.)
+ Die auf Initiative von Europäischem Rat und Europaparlament für zwei Jahre anberaumte „Konferenz zur Zukunft Europas“ (Wie erwähnt handelt es sich um die Zukunft der EU)
+ Einen neuen Vertrag für Europa – Bemerkenswert ist, dass auch hier die ÖVP den gesellschaftspolitischen Grundton vorgibt, in dem als einziges explizit genanntes Prinzip die „Subsidiarität“ genannten wird. Alle im Unterabschnitt „Institutionen“ genannten Ziele entsprechen dem neoliberalen Deregulierungskanon. Kein Wort über Demokratie, Soziale Gerechtigkeit, Geschlechtergerechtigkeit und Nachhaltigkeit.

Positiva:
+ Bekenntnis zu den 17 Nachhaltigen Entwicklungszielen
+ Ablehnung des MERCOSUR-Handelsabkommens „in der derzeitigen Form“ (sic!)
+ Eine klare Beitrittsperspektive für die Staaten des Westbalkans
+ Ziel ist es, hochspekulative Finanzprodukte, vor allem sogenannte Derivate und „high-frequency trading“-Aktivitäten, stärker zu besteuern. Der momentane Vorschlag der FTT-Gruppe wird diesem Anspruch aber nicht gerecht, sondern benachteiligt heimische Unternehmen am internationalen Kapitalmarkt. Österreich wird sich auf EU-Ebene für die Umsetzung einer zielgerechten FTT einsetzen. (Allerdings hängt die Verwirklichung nicht von der österreichischen Regierung ab.)
+ Fortsetzung der Bemühungen zur Einführung einer Digitalsteuer für internationale Großkonzerne auf internationaler oder europäischer Ebene im Sinne der Steuergerechtigkeit.
+ Einsatz auf europäischer Ebene für den Beitritt der Europäischen Union zur EMRK (im Justizkapitel enthalten)

Neutralität
Auf dem Gebiet der Neutralitätspolitik bewegt sich das Programm im Rahmen der inzwischen zur österreichischen Staatsräson gewordenen Doppelbödigkeit, die allerdings von der SPÖ eingeführt wurde. Neu ist, dass sich die Grünen diese nun voll angeeignet haben.
Einerseits positive Bekenntnisse:
+ Klares Bekenntnis zur österreichischen Neutralität
+ Stärkung der Rolle Österreichs als Vermittler in internationalen Konflikten
+ Österreich bekennt sich zu einem umfassenden Menschenrechtsschutz als fester und integraler Bestandteil der österreichischen Außenpolitik

Andererseits die reale Politik (im Abkommen enthalten oder dadurch wirksam, weil sie aus dem Regierungsabkommen ausgeklammert sind:
+ Initiativen für eine internationale Positionierung der EU als starke Akteurin
+ Verstärkte Zusammenarbeit im Bereich Sicherheit und Verteidigung auf europäischer Ebene
+ Österreich setzt sich für die Annahme von Beschlüssen mit qualifizierter Mehrheit in zusätzlichen Bereichen (z.B. Außenpolitik)
+ Damit bleiben auch alle militärpolitischen Kooperationen im Rahmen der NATO-Partnerschaft für den Frieden oder der EU aufrecht.
+ Rasche Stärkung von FRONTEX und enge Kooperation mit Transit- und Herkunftsländern sowie Partnern wie UNHCR.
+ Keine Unterzeichnung des EU-Migrationspaktes
+ Opposition gegen die Wiederaufnahme der Seenotrettung

Bekenntnis zur Abrüstungspolitik:
Aktiver Einsatz für die internationale Abrüstung und Einsatz für eine Welt ohne Atomwaffen – die Bundesregierung tritt weiterhin für ein globales Verbot von Atomwaffen ein und appelliert an alle Staaten, den Nuklearwaffenverbotsvertrag zu ratifizieren; Initiativen zur Abrüstung und Rüstungskontrollen sind fortzusetzen.
Aber inkonsequent:
Keine Erwähnung der durch die Kündigung des INF-Vertrags drohenden Gefahr eines nuklearen Wettrüstens mit Mittelstreckenwaffen, dessen Schauplatz Europa wäre.
Die Friedensbewegungen könnten jedenfalls anknüpfend an dieses Bekenntnis zur Abrüstung verlangen, dass sich die österreichische Regierung für eine atomwaffenfreie Zone in Europa einsetzt.
Israel/Palästina
Positiv ist das Bekenntnis zum Kampf gegen den Antisemitismus, zum Existenzrecht Israels, in anerkannten und dauerhaft sicheren Grenzen in Frieden neben einem unabhängigen, demokratischen und lebensfähigen palästinensischen Staat leben. Österreich wird sich weiterhin für nachhaltige Friedenslösungen im Nahen Osten einsetzen, im Falle des israelisch-palästinensischen Friedensprozesses mit dem Ziel einer Zwei-Staaten-Lösung.

Das stählerne Korsett des Neoliberalismus

„Die Bundesregierung bekennt sich zu dem wirtschaftspolitischen Ziel eines ausgeglichenen Bundeshaushalts, abhängig von konjunkturellen Entwicklungen und Erfordernissen. • Die Bundesregierung bekennt sich zu dem wirtschaftspolitischen Ziel, die Schuldenquote der Republik weiter in Richtung Maastricht-Ziel von 60% zu senken.“
Wenige Tage nach der Präsentation des Regierungsprogramms stellte die für die Europapolitik zuständige Kanzleramtsministerin Karin Edtstadler fest, dass die Regierung nicht beabsichtige, mehr als 1% zum EU-Budget beizutragen. Auch in diesem Punkt bewegt man sich entlang der von Türkis-Blau vorgezeichneten Linie. (https://www.derstandard.at/story/2000113084690/edtstadler-will-mehr-europa-aber-nicht-mehr-einzahlen)
Die EU-Kommission gibt an, dass dazu in den kommenden zehn Jahren 2,8 % des Bruttoinlandsprodukts aufgewendet werden müssen. Das erfordert einen Investitionsaufwand von jährlich 170 – 290 Milliarden über die schon vorgesehenen Maßnahmen hinaus. (Europäische Kommission (2019): “Unser Ziel: Klimaneutral bis 2050“, file:///C:/Users/Baier/Documents/Pictures/ML0419339DEN.de.pdf )
Woher sollen also die Mittel für die für eine ökologische Transformation notwendigen Investitionen kommen, wenn den Mitgliedsstaaten die strikte Einhaltung der Sparpolitik angeordnet wird und auch das EU-Budget beim derzeit geringen Niveau verbleibt.
Das im Regierungsabkommen angekündigte „konsequente Eintreten für die ausreichende Finanzierung von Maßnahmen gegen die Klimakrise im EU-Budgetrahmen bis 2027“ läuft auf das Allheilmittel hinaus:
+ Schaffung von geeigneten Rahmenbedingungen für die Mobilisierung von privatem Kapital zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen, insbesondere im Bereich Klimaschutz und Energie

Der Geist der Deregulierung, der Abschaffung von Normen, insbesondere solcher, die die Kapitalmarktfreiheit einschränken, finden sich über das gesamte Dokument verstreut und geben so den zuständigen Ministerinnen die Legitimation im Rat der EU die Positionen der neoliberalen Hardliner zu vertreten.

Walter Baier

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Kritiken am neuen Regierungsprogramm

KPÖ und Kontrast und Furche

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LINKS-Gründungskonferenz in Wien

Am 10./11. Jänner fand in Wien die LINKS-Gründungsversammlung statt. Bei der Eröffnung am Freitag, es dürften circa 450 Personen anwesend gewesen sein, konnten auch KPÖ-Landessprecher Didi Zach und die stellvertretende Bundessprecherin der KPÖ, Melina Klaus, das Wort ergreifen.--> siehe http://wien.kpoe.at/article.php/-die-muhen-der-ebene-liegen-noch-vor-uns Am 2 Konferenztag war die Beteiligung wesentlich geringer - bei der Wahl der SprecherInnen wurden nur knapp 200 Stimmen abgegeben.

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Weitere Infos zu LINKS in Wien

Neue Linkspartei will in Wien mitmischen

Die KPÖ auf der LINKS-Konferenz

Zur Neuaufstellung der (echt) Linken in Wien

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Eine neue Frauen-Plattform für Inklusion in Europa



Diese Initiative mit dem englischen Titel THE WOMEN'S PLATFORM FOR INCLUSION IN EUROPE ist eine virtuelle Plattform, die zwischen Städten, lokalen Regierungen und jungen Menchen vermittelt. Sie beruht auf informeller innovativer Pädagogik, partizipatorischem Management zwischen TechnikerInnen und jungen Menschen, der Entwicklung von Hilfsmitteln und Lernwerkzeugen und der effektiven Nutung von Informations- und Kommunikationstechnologien durch junge Menschen.
Hier finden Sie den Zwischenbericht.
Diese Plattform ist das Ergebnis der Arbeit und Analyse von sechs Europäischen Institutionen mit dem Ziel, jungen Frauen die Teilnahme an gesellschaftlichen Prozessen durch den Zugang zu Arbeitsmöglichkeiten und durch eine Stärkung ihrer Handlungskompetenz zu erleichtern. Dies soll durch die Schaffung eines Netzwerks lokaler und regionaler Institutionen ermöglicht werden. Mehr dazu finden Sie hier.
Das Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert.



Die Publikation gibt ausschliesslich die Sicht des Autors/der Autorin wieder, die Europäische Kommission kann nicht für ihren Inhalt verantwortlich gemacht werden.
Der englische Originaltext folgt.
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Ein schöner Erfolg der KPÖ Steiermark

Eine Stellungnahme des Bundessprechers der KPÖ.
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Neue Friedensinitiative AbFaNG

Da die Gefahr für den Weltfrieden wächst, erlaubt sich transform!at, Dir/Ihnen eine überparteiliche Initiative vorzustellen. Wir laden Dich/Sie ein, dieses Aktionsbündnis als Person (und/oder wenn möglich als Organisation, der Du/Sie angehörst,) zu unterzeichnen bzw. zu unterstützen. (Bei Zustimmung bitte eine formlose e-mail an Peter Degischer peter@degischer.at). Das beigefügte Positionspapier umreißt den gemeinsamen Grundkonsens.

Aktionsbündnis Frieden, aktive Neutralität & Gewaltfreiheit, kurz „AbFaNG“
Eine Themeninitiative im Rahmen von SDG-Watch Austria

Nach längeren Vorarbeiten wurden im September 2015 auf dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung 17 „Ziele für nachhaltige Entwicklung“ (Sustainable Development Goals, SDG) von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet. Diese Agenda 2030 erklärt Frieden zur zentralen Aufgabe. So heißt es im Resolutionstext: „Ohne Frieden kann es keine nachhaltige Entwicklung geben und ohne nachhaltige Entwicklung keinen Frieden.“
Die Aufkündigung des Vertrages über die nuklearen Mittelstreckenraketen (INF-Vertrag) durch die USA und Russland, womit in Europa ein Wettrüsten mit diesen besonders gefährlichen Waffensystemen droht, zeigt, dass die Weltpolitik in ein gefährliches Fahrwasser geraten ist. Auch Österreich hat sich zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele verpflichtet. Im Herbst 2017 wurde die zivilgesellschaftliche Plattform „SDG-Watch Austria“ gegründet, um politischen Druck auf die Regierung zur Verwirklichung der Ziele der Agenda 2030 organisieren. Diese Plattform umfaßt bereits rund 150 Organisationen, die sich in vielen Bereichen für eine lebensfreundliche Welt mit Zukunft einsetzen. Damit ist eine neue Qualität entstanden, mit großer Chance, die Politik wirksam zu beeinflussen.
Im Rahmen des SDG-Watch-Plattformtreffens im Herbst 2018 kündigten wir eine „Themeninitiative“ zum Nachhaltigkeitsziel Frieden (SDG 16) an. Diese Themeninitiative hat das Ziel, die vielen Gruppen, die sich z.T. seit geraumer Zeit in Österreich qualifiziert mit Friedens- und Neutralitätsfragen befassen, in engere Beziehung zu anderen zivilgesellschaftlichen NGO zu bringen um so die Friedensbewegung zu stärken, wofür im Rahmen von SDG-Watch Austria eine gute Möglichkeit besteht.
Das Positionspapier „Aktionsbündnis Frieden, aktive Neutralität & Gewaltfreiheit,“ das in knapper Form die wesentlichen Forderungen der Friedensbewegung beinhaltet, wird unter den NGOs (insbesondere der Plattform SDG Watch Austria) und durch aktive Einzelpersonen verbreitet werden. Wer sich mit dem Positionspapier einverstanden erklärt, ist damit Teil der informellen „Aktionsbündnis Frieden, aktive Neutralität & Gewaltfreiheit – AbFaNG.“ Im Rahmen der Plattform AbFanG ist beabsichtigt, zunächst in kleinem Kreis in Gesprächsrunden zu verschiedenen Fragen, die „Ökos“ und andere gemeinnützig aktive Gruppen der Zivilgesellschaft mit der Arbeit und den Zielen der Friedensgruppen vertraut zu machen und verschiedene Kernthemen zu diskutieren, um den Basiskonsens zu verbreitern und zu vertiefen.
Es ist beabsichtigt, neben der vorliegenden Kurzfassung kontinuierlich an einer Langfassung des Positionspapiers weiter zu arbeiten, die komplexe Fragen erklärt und mit Literaturangaben belegt. Das Ziel besteht ja darin, bei Aktionen der traditionellen Friedensgruppen eine Unterstützung aus weiten Teilen der Zivilgesellschaft zu erreichen. Jedem Mitglied des (losen) Aktionsbündnis Frieden, aktive Neutralität & Gewaltfreiheit steht es natürlich frei, sich an bestimmten Aktionen (auch mit ihrem/seinem Logo) zu beteiligen oder auch nicht.
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Kriegskosten in den USA

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Hände weg von Venezuela

Mein langjähriger Freund berichtet diesmal aus Kolumbien. Die Lage ist sehr ernst

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Antonio-Gramsci Dissertationspreis ausgeschrieben

Mit dem Antonio Gramsci Dissertationspreis für kritische Forschung in der Migrationsgesellschaft zeichnet die Arbeiterkammer Wien Dissertationsarbeiten aus, die migrationsgesellschaftliche Verhältnisse mit Bezug auf die Sektoren Erwerbstätigkeit, Einkommens- und Vermögensverteilung, Bildung und/ oder Subjektivität als Herrschaftsverhältnisse untersuchen und einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung des direkt oder indirekt an Gramsci anschließenden Denkens der Kritik leisten.
Der Dissertationspreis ist mit EUR 5.000 dotiert.
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Karl Marx begibt sich in die digitale Welt



Marx aus dem 3D-Drucker (produziert von Paul Fleissner)
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Venezuela - zwei Erlebnisberichte

Mein österreichischer Freund berichtet aus Lateinamerika, wo er seit vielen Jahren lebt:

"Seit Anfang September 2017 war ich in Bogotá und vom 17. Mai bis zum 5. Juli 2018 war ich in Venezuela auf Besuch. Die wirtschaftliche und humanitäre Talfahrt von Venezuela habe ich schon seit längerem beschrieben, aber wie sich die Situation in den acht Monaten meiner Abwesenheit verschlechtert hatte war für mich kaum zu fassen." Per 25. Oktober hat mich ein neuer Bericht erreicht, der die gegenwärtige Lage beschreibt. Den Bericht davor findet man hier.
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Berichte vom Weltsozialforum in Salvador de Bahia

WSF: WELCHE ALTERNATIVEN SIND MÖGLICH?

Nach der beindruckenden Demo am Dienstag nahm das WSF am Mittwoch seine inhaltliche Arbeit auf. Auf dem riesigen Gelände der Föderalen Uni von Bahia (UFBA) findet eine Unzahl von Veranstaltungen statt. Ich hatte gerade Zeit für 3 von ihnen.

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Kritische Stimmen zum Regierungsprogramm der neuen Regierung

Emmerich Talos krisiert das Regierungsprogramm. Jörg Flecker zur Arbeitsmarktpolitik. Kurt Bayer und Stephan Schulmeister zum Wirtschaftsprogramm der Bundesregierung. Bitte hier klicken. Zum Video von Schulmeister geht es hier.
20Diskussion zu den Grundlagen der Arbeitswerttheorie

Zum 190. Geburtstag von Karl Marx eröffnete transform!at eine Internet-Diskussion zu den Grundlagen der Marxistischen Politischen Ökonomie. Es geht dabei um eine widerspruchsfreie, modernisierte und quantitativ-empirisch anwendbare Formulierung der Arbeitswerttheorie. Das Umfeld der Problematik hat Robert Misik virtuos beschrieben.

Sie sind herzlich eingeladen, mitzumachen. Bitte senden Sie Ihre Beiträge an fleissner@arrakis.es.

Bisher diskutieren Hans-Gert Gräbe, Wolfgang Hoss, Georg Quaas, Michael Schlegel, Christian Szolarz, Alexander.B.Voegele, Dave Zachariah und Peter Fleissner.
Quelle: http://www.messagefrommasters.com/Osho/osho/Osho-on-karl-marx.jpg

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