KPÖ Steiermark fordert ein Moratorium (d.h. ein vorübergehendes Aussetzen der Zinszahlungen für die Schulden des Bundeslandes) - Zum Hintergrund siehe hier
Nachlese zum Vortrag von Michael Cerveny am 11. April zu den kommenden Energieproblemen
transform!at sammelt hier die Linkadressen anderer Initiativen in Österreich. Wir nehmen gerne weitere Adressen und Kurzbeschreibungen der Aktivitäten auf (bitte um Zusendung an fleissner at arrakis.es).
Ein Video vom Zukunftsparlament “Schlüsselkonzepte einer nachhaltigen Ökonomie“ zur POSTWACHSTUMSÖKONOMIE und Konzepte für die Zeit nach Peak Oil Hauptreferent: PAECH Niko (Univ. Oldenburg) Kommentar: LUKS Fred (Bank Austria, Wien) Moderation: STAGL Sigrid (WU Wien)
Hermann Dworczak: Besprechung des Buches von
Leo Gabriel und Herbert Berger
Lateinamerika Demokratien im Umbruch
Mandelbaum Verlag 2010. 340 Seiten.
Ein Offener Brief an die Direktorin des Elisabethinums in St. Johann im Pongau und ihre Antwort
Eindrucksvolle Videos über "Geld als Schuld" von Paul Grignon
Ein bisher unveröffentlichter Beitrag von Peter Fleissner auf der Wiener Sommerakademie 2009 der SPÖ mit dem Titel: "Von Bretton Woods zum Welt-Kasino" in der Wiener Börse.
Protokoll des Vorbereitungstreffens zum Austrian Social Forum vom 6. Februar in Salzburg. mehr...
Am 29. Jänner 2010 hielt Peter Fleissner an der Universität Klagenfurt einen Vortrag zum Thema: Was ist die Arbeit wert?
Hier findet sich die video-doku des Internationalen Seminars
„The Crisis in Europe: Depression Economics – Social Crisis – State Policy – Alternatives” im Hotel Regina, Wien, vom 15/16. Jänner 2010.
Erkenntnis, die Zeitschrift der Pierre Ramus Gesellschaft
Die Rosa Luxemburg Stiftung gibt eine neue Zeitschrift heraus: »Luxemburg«, die neue Analyse- und Debattenzeitschrift der Stiftung. Die Nachfolgerin der »Utopie kreativ« erscheint ab jetzt vierteljährlich.Hier kann man sie bestellen
transform!at lädt ein zur Unterzeichnung der Initiative Demokratie statt Fiskalpakt. Siehe http://www.demokratie-statt-fiskalpakt.org/
Im EU-SOZIALPOLITIK-NEWSLETTER finden Sie die neuesten Berichte zur sozialen Lage in den PIIGS-Ländern. Sie sind Zeugnis einer verfehlten EU-Wirtschaftspolitik:
Auswirkungen von Krisenbekämpfungsmaßnahmen und die Sozial- und Beschäftigungssituation in Griechenland, Italien, Spanien, Portugal und Irland (Zusammenfassung der EWSA-Länderstudien 2011)
Das vergangene Wochenende hatte es in sich. Sarkozy wurde in die politische Wüste geschickt, Syriza wurde zweitstärkste Partei, auch in Italien setzte es bei den Kommunalwahlen für die Rechte herbe Niederlagen.
Konkrete Vorschläge des Forum Soziale Gerechtigkeit (FoSoG)
Eine Broschüre unter Mitarbeit von: Herbert Berger, Trautl Brandstaller, Peter Fleissner, Leo Gabriel, Michael Graber, Christian Lager, Fritz Schiller und Herbert Waloschek. Layout: Wilfried Hanser
download hier
Bitte machen Sie bei unserer Kampagne für "Steuergerechtigkeit jetzt!" mit, indem Sie durch Ihre Unterschrift unsere Forderungen unterstützen (download der Unterschriftenliste) und/oder selbst eine Diskussionsveranstaltung organisieren. Bitte lassen Sie uns Ihre Bereitschaft dazu wissen, indem Sie uns eine e-mail an forumsozialegerechtigkeit@gmx.at schreiben. Sie können auch Freunde und Bekannte dazu einladen (siehe die Bereitschaftsliste).
From November 11th - 13th there was in Kiew an international conference on the rise of the far right. The conference "Alternatives to the rise of the far right in times of economic, social and ecological crises" was organized by the „Prague Spring II network against right wing-extremism and populism“ which had been constituted in Prague in March, 2010, within the framework of the European Social Forum process.
15.391 Personen haben die Petition für die Österreichische Akademie der Wissenschaften unterzeichnet. Wir danken für Ihre Unterschrift und schliessen die Aktion hiermit ab. Die Unterschriftenliste wurden Herrn Bubdespräsidenten Fischer übergeben. Die Verhandlungen der ÖAW mit dem Wissenschaftsministerium laufen nun mit Einbindung der MitarbeiterInnen.
von Peter Fleissner
(Nachdruck aus der September-Volksstimme)
In den Zeiten der gegenwärtigen Vielfachkrise, die sich immer deutlicher als eine Systemkrise erweist, fehlen den Politikern konkrete Antworten und Auswege. Sie reagieren hilflos, und dies nicht nur in Österreich, sondern auch auf EU-Ebene. Die Europolitiker spannen einen Rettungsschirm nach dem anderen auf. Und mit jedem neuen Schirm wird ein neues Land von den Ratingagenturen krankgeredet. Es ist eine Frage der Zeit, wie lange die gigantischen Summen noch aufzutreiben sind, um einzelne Mitgliedsländer vor dem Staatsbankrott zu bewahren. Dabei ist es nicht die Sorge um das Wohlergehen der BürgerInnen, die die Politik umtreibt, sondern die Angst vor dem Zusammenbruch des Bankensystems, das nach einer Pleite z.B. von Griechenland auch die reichen Länder der EU in den Strudel der Krise reißen würde. Die Banken in Deutschland und in Frankreich wären dann die Leidtragenden. In den USA sehen wir ein ähnliches Bild: Ein sozial engagierter und charismatischer Präsident schafft es trotz seiner Machtfülle nicht, seine Politik durchzusetzen. Das Debakel um die Erweiterung der US-Staatsschuldengrenze zeigt in aller Deutlichkeit, dass auch das reichste Land der Welt Budgetkürzungen vornehmen muss, wenn der Staatshaushalt von Spitzenverdienern und Vermögensbesitzern kaum Steuern bezieht.
Sogar die Statistik zeigt deutlich: Obwohl die Österreicherinnen und Österreicher seit 1997 rund ein Drittel (also 33 Prozent) mehr geleistet haben, erhalten die lohnangängig Erwerbstätigen nach Abzug der Preissteigerungen nur ein um rund drei Prozent höheres Nettoeinkommen als 1997.
Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung der Netto-Jahres-Einkommen (Median) der lohnabhängigen Männer und der Frauen, beide inflationsbereinigt (mit dem Harmonisierten Verbraucherpreisindex HVPI) im Vergleich mit der realen Produktivität (Bruttoproduktionswert pro Erwerbstätigen verkettet mit Volumenindizes) von 1997 bis 2009 zu Preisen 2005.
Man sieht deutlich das unterschiedliche Einkommensniveau von Männern und Frauen. Frauen verdienen nach wie vor rund ein Drittel weniger als Männer.
Der Median der Reallöhne wuchs um rund 3 Prozent, obwohl die Leistung (Arbeitsproduktivität pro Jahr und Erwerbstätigem/r) seit 1997 um mehr als 30 Prozent gewachsen ist.
Da sage noch jemand, dass sich in Österreich Leistung lohnt!
Wir (eine norwegische Initiative) versuchen, konkrete Nachrichten zu bringen, und die finden sich im allgemeinen nur in norwegischen Quellen. Es ist dies eine Initiative (im wörtlich-etymologischen Sinn), alle sind herzlich eingeladen, Beiträge, Ezzes zuzuliefern – Gegeninformation zu Breivik sollte an sich ein kollektives, transnationales Projekt sein.
Aber schon die skandinavischen Indymedias (wie auch die europäischen) haben bisher versagt, waren jämmerlich, waren nicht imstande, detaillierte Recherchen durchzuführen, Hintergrundberichte zu erarbeiten. Wir versuchen, uns mit einiger handwerklicher Akribie an das Thema heranzulesen. In den deutschsprachigen Mainstream-Medien findet sich zum großen Teil Desinformation, sind Platitüden vorherrschend, oder es wird ohnehin Bekanntes abgeschmiert.
Um die norwegische (und skandinavische) Rechte, radikale Rechte, populistische Rechte, um das neonazistische Lager zu verstehen, muß man sich zunächst ein Bild machen über die in Skandinavien immer größer werdenden rechtsextremen Parteien, die sowohl durch ihre Präsenz im öffentlichen „Diskurs“ die Hemmschwellen für Nazis und rechte Gewalttäter herabgesetzt haben als auch letzteren Block, den nazistischen, durch zahlreiche Querverbindungen, kommunikativer wie real-organisatorischer Art, stützen, stärken, befördern, ermutigen.
Zahlreiche Theorien minderer Plausibilität sind außerdem in den letzten Tagen aufgetaucht, ihnen ist mit einiger Skepsis zu begegnen. Mit ihnen werden wir uns aber ebenfalls beschäftigen.
Ein christlicher Fundamentalist mit "Kontakten zur rechten Szene" hat in einem beispiellosen Massaker über 90 Menschen ermordet. Spätestens jetzt ist es notwendig, gründlich über Rechtspopulismus und Rechtsextremismus in all seinen Schattierungen nachzudenken. Insbesonders über ihre Wurzeln, ihre starke internationale Verbereitung in den letzten Jahren und wie tatsächlich und nicht bloß mit schönen liberalen, aufklärerischen Reden dagegen vorgegangen werden kann.
------------------------------------------
Am 29. Juni 2011 hörte sein Herz auf zu schlagen. Im Spagat zwischen der traditionellen Hochkultur und alternativen grünen, linken und anarchistischen Strömungen trat er für ein besseres Österreich ein. Wir trauern um einen unermüdlichen Mitstreiter gegen Ausgrenzung und für Meinungsfreiheit.
Nach 24 Jahren verschlägt es mich wieder in die USA: In Amherst- ca. 150 Kilometer von Boston entfernt- referiere ich im Rahmen der Konferenz der WAPE (World Association for Political Economists) über internationalen Rechtsextremismus. Ich benütze meinen knapp zweiwöchigen Aufenthalt in den Vereinigten Staaten, um mir ein Bild von der politischen Lage im Land zu machen.
Wir sind normale Menschen. Wir sind wie du: Menschen, die jeden Morgen aufstehen, um studieren zu gehen, zur Arbeit zu gehen oder einen Job zu finden, Menschen mit Familien und Freunden. Menschen, die jeden Tag hart arbeiten, um denjenigen die uns umgeben eine bessere Zukunft zu bieten.
Wer es bis jetzt noch nicht glauben wollte: nun schreit es von den Fernsehschirmen und schockt uns von den Titelseiten der Tageszeitungen: Buchstäblich läuten nun in Japan die Totenglocken für eine Produktionsweise, die an ihr Ende kommt, weil sie Menschen und Natur ausbeutet, beraubt, erniedrigt und schließlich sogar ermordet. In der Stunde der Trauer mit den Hinterbliebenen und bei aller Bewunderung für die Helden, die in Atomkraftwerken weiter die Stellung halten, ist es aber auch unsere Pflicht, kühlen Kopf zu bewahren und nicht der veröffentlichten Meinung zu trauen:
transform!at, ein Verein zur Förderung linker Diskurse und Politik, erklärt sich mit den Zielen des Protesttages der Studierenden und HochschulleherInnen solidarisch und ermutigt die Studierenden in der Europäischen Union, ihren Protest gegen die neoliberale Umgestaltung der Lehranstalten für Höhere Bildung fortzusetzen.
Im Rahmen unseres Vereins diskutierten wir Verbesserungsmöglichkeiten und Alternativen zur gegenwärtigen Situation. Die ersten Resultate dieser Diskussion wollen wir hier zur Kenntnis bringen. Mittlerweile hat sich em. Univ.-Prof. Reinhard Mocek aus Halle mit einem kritischen
Beitrag in die Diskussion eingeschaltet, der in den Rohrbacher Manuskripten, Heft 16, Leipzig 2010 gemeinsam mit einer erweiterten Fassung der nachstehenden Thesen und mit einem Beitrag von Univ.-Prof. Dr. Gert Graebe aus Leipzig abgedruckt ist.
Thesen zur Universitätspolitik
„Ich halte dafür, dass das einzige Ziel der Wissenschaft darin
besteht, die Mühseligkeit der menschlichen Existenz zu erleichtern.“
Bertolt Brecht, Leben des Galilei
Die Rettung der Banken in den USA und in der Europäischen Union verschlingt unglaubliche Beträge, die von den SteuerzahlerInnen irgendwann zurückgezahlt werden müssen, wird keine politische Alternative durchgesetzt. Eine Alternative finden Sie hier.
Reaktionen von: Franz Parteder, KPÖ Graz, Hardy Hanappi, Univ. Prof an der TU Wien. Christa Luft, ehem. PDS-Bundestagsabgeordnete, Professorin für Ökonomie und Wirtschaftsministerin der vorletzten DDR-Regierung unter Hans Modrow. Fritz Vilmar, ehem. Politikwissenschaftler und Soziologe am Otto Suhr Institut der FU Berlin: "Vielen Dank für dieses keineswegs "kleine", sondern sehr gewichtige und exzellent untermauerte "Papier". Er hat transform!at seinen Vorschlag zur Arbeitszeitverkürzung zur Verfügung gestellt.
Diskussion zu den Grundlagen der Arbeitswerttheorie
Hinweis: Sie können durch Anklicken der Bildchen die jeweiligen e-mails öffnen.
Es können maximal drei Fenster gleichzeitig geöffnet werden.
Für das Abspielen von Videos benötigen Sie den Windwows Media Player
Termine
Mittwoch, 16. 5. 2012 bis Sonntag, 20. 5. 2012 Erstes Wiener Arbeitslosen(film)festival
täglich, mehr hier
Mittwoch, 23. Mai - 29. Mai 2012 Drei Konferenzen in Mexico City: May 23 to 24th, WARP, World Advanced Research Project, State, market and human development in the 21st Century, at the Universidad Autónoma Metropolitana (UAM) and MIDE (Interactive Museum of Economic Development). May 26 to 27th, WAPE, World Association for Political Economy, 7th Annual Forum, State, Market, the Public and Human Development in the 21st Century.
May 28 to 29th, International Congress, Asia and Latin America in the New Penta-Centric World Order,
Freitag, 25. Mai 2012, von 10.00 bis 13.00 Uhr
Die Arbeiterkammer Wien und das Karl-Renner-Institut laden zur gemeinsamen Veranstaltung im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Soziale Gerechtigkeit im 21. Jahrhundert": EXIT AUS DER KRISE – WIE SCHAFFEN WIR EIN GERECHTES WIRTSCHAFTS- UND SOZIALMODELL?
Ort: AK Bildungszentrum, Großer Saal, Theresianumgasse 16-18, 1040 Wien
Interessante links
Kurt Bayer im Standard über Fiskalpakt und Wirtschaftswachstum in der EU
Der Kulturtheoretiker Peter Möschl über Ratingagenturen im Standard Der Ökonom Heinz D. Kurz über Vermögenssteuern - da wird man beinahe zum Paläoliberalen!
Der Finanzmathematiker Schachermayer zur Schuldenkrise und der Finanzwirtschaftler Erhard Glötzl zur Schuldenbremse.
Christian Felber zur Eurorettung Stefan Schulmeister zu den "Alchemisten des Geldes" in der Frankfurter Rundschau.
Susan George's Marktkritik in der Presse
Bericht von Leo Gabriel über den ersten Gesamtösterreichischen Ratschlag (EGR) zur Gründung einer politischen
Alternativkraft .
Die Europäische Kommission hat soeben den Anbau von genmanipulierten Lebensmitteln genehmigt und damit die Profite der Gentech-Lobby vor die Bedenken der Bürger gestellt. Klicken Sie hier und helfen Sie mit, weltweit 1 Millionen Unterschriften für eine Petition zu sammeln, in der die Organisation avaaz.org unabhängige Forschung und strenge Auflagen für genmanipulierte Nahrungsmittel fordert.
Zur Finanzkrise: Videolectures: Anwar Shaik von der New School of Social Research und David McNally, Professor an der York University. Paul Krugman an der London School of Economics (9. Juni 2009)
Dieter Haustein zur Megakrise (Neueste Fassung) Hans Mikosch zur Strukturkrise des internationalen Finanz- und Wirtschaftssystems Thomas Paley:"Second Great Depression Still Possible" Karl Aiginger über den Vergleich der heutigen Krise mit der Großen Krise in den 30er Jahren Werner Flassbeck im Standard zur angeblichen Erholung von der Krise. 10 Ökonomen schreiben einen offenen Brief an die Queen. Chrilly Donninger Zehn Regeln für eine krisenfeste Welt
gibt Nassim N. Taleb im Standard BEIGEWUM bloggt die Krise
Noam Chomsky über Ossetien-Georgien-Russland und USA
Eine (für uns neue) von der irischen Regierung finanzierte Studie über die Einführung eines Grundeinkommens und ein link zu den papers des Welt-Grundeinnkommenskongresses (BIEN), der 2008 in Irland statfand.
Ulrich Brand im Standard über den Zustand der Parteipolitik in Österreich
Andreas Exner, Ernst Schriefl Ernst, Christian Lauk & Konstantin Kulterer über das notwendige
Ende des Wirtschaftswachstums
Call for Papers für die Veranstaltung "Verteilung und Demokratie - Gesellschaftliche Folgen zunehmender sozialer Ungleichheit" des BEIGEWUM und der AK Wien 14.-15. 11. an der Wirtschaftsuniversitaet Wien
Ulrich Brand im Standard über die Effizienz der Bonner UN-Konferenz zum Schutz biologischer Vielfalt
Das Third Forum of the World Association for Political Economy (WAPE) tagte am 24/25. Mai in Langfang, China, zum Thema "Marxism and Sustainable Development". Rund 80 Referate vor mehr als 160 TeilnehmerInnen, die vorwiegend aus der nördlichen Hemisphäre kamen, zeigten das wachsende Umweltbewusstsein der MarxistInnen (Abschlusserklärung).
Bericht von der jüngsten Konferenz der
WAPE (World Association of Political Economy), die 2005 von Josef Baum und Peter Fleissner in Shanghai mitgegründet wurde.
Zur Lage der Wirtschaftswissenschaften in der DDR: Professor Heinz-Dieter Haustein (Berlin) gibt
Antworten auf den Fragespiegel der Europa-Universität Viadrina
Karl Marx im O-Ton: "In einem Produktionssystem, wo der ganze Zusammenhang des Reproduktionsprozesses auf dem Kredit beruht, wenn da der Kredit plötzlich aufhört und nur noch bare Zahlung gilt, muß augenscheinlich eine Krise eintreten, ein gewaltsamer Andrang nach Zahlungsmitteln. Auf den ersten Blick stellt sich daher die ganze Krise nur als Kreditkrise und Geldkrise dar. Und in der Tat handelt es sich nur um die Konvertibilität der Wechsel in Geld. Aber diese Wechsel repräsentieren der Mehrzahl nach wirkliche Käufe und Verkäufe, deren das gesellschaftliche Bedürfnis weit überschreitende Ausdehnung schließlich der ganzen Krisis zugrunde liegt. Daneben aber stellt auch eine ungeheure Masse dieser Wechsel bloße Schwindelgeschäfte vor, die jetzt ans Tageslicht kommen und platzen; ferner mit fremdem Kapital getriebne, aber verunglückte Spekulationen; endlich Warenkapitale, die entwertet oder gar unverkäuflich sind, oder Rückflüsse, die nie mehr einkommen können. Das ganze künstliche System gewaltsamer Ausdehnung des Reproduktionsprozesses kann natürlich nicht dadurch kuriert werden, daß nun etwa eine Bank, z.B. die Bank von England, in ihrem Papier allen Schwindlern das fehlende Kapital gibt und die sämtlichen entwerteten Waren zu ihren alten Nominalwerten kauft. Übrigens erscheint hier alles verdreht, da in dieser papiernen Welt nirgendswo der reale Preis und seine realen Momente erscheinen, sondern nur Barren, Hartgeld, Noten, Wechsel, Wertpapiere. Namentlich in den Zentren, wo das ganze Geldgeschäft des Landes zusammengedrängt, wie London, erscheint diese Verkehrung; der ganze Vorgang wird unbegreiflich; weniger schon in den Zentren der Produktion. mehr...