Bisherige Veranstaltungen
Samstag, 1. Dezember 2007 @ 13:31
transform!at lädt für Samstag, 30. August 2008, 14:30 Uhr, im Rahmen des Volksstimmefestes zu einer Diskussion über die Rolle der Linken in Deutschland und Österreich ein. Mit em. Univ.Prof Georg Fuelberth, Melina Klaus und Josef Baum. Moderation: Heidemarie Ambrosch.
Am Sonntag, 31. August 2008, 14:30 Uhr Präsentation eines neuen Readers zu Otto Bauer und der Austromarxismus. Podium: Hannes Bauer, Lisbeth Trallori, Karin Schneider, Birge Krondorfer, Michael Graber, Walter Baier. Moderation: Peter Fleissner.
Das Neuen Jahr hat die erste gute Nachricht gebracht, die wir Euch gleich mitteilen wollen:
Frauen-Engagement
Für ihr Engagement "für die Neue Frauenbewegung und für die universitäre Institutionalisierung der Frauen- und Geschlechterforschung" wird die Wiener Sozialwissenschafterin Lisbeth N. Trallori am 21. Jänner von Wissenschaftsminister Johannes Hahn mit dem mit 10.000 Euro dotierten Gabriele-Possanner-Staatspreis ausgezeichnet. Seit mehr als 20 Jahren setze sich die freie Wissenschafterin an vorderster Linie mit den geschlechterpolitischen Einflussfaktoren auseinander, die besonders die Lebensrealität von Frauen wesentlich mitbestimmen, begründet die Jury.
Trallori beschäftigte sich mit dem Widerstand von Frauen im Nationalsozialismus und zählt zu den Pionierinnen der kritischen Auseinandersetzung mit Körperpolitik und Gentechnologien. Der Gabriele-Possanner-Preis erinnert seit 1997 an die erstmalige Verleihung eines akademischen Grades an eine Frau durch eine österreichische Universität im Jahr 1897.
(red/DER STANDARD, Printausgabe, 16.1.2008)
Wir gratulieren herzlich!
Vom Widerstand zur Alternative transform!at lädt ein ins Kulturzentrum Siebenstern zum Gespräch mit Heide Hammer, Rosa Reitsamer, Marlene Streeruwitz (angefragt) und Walter Baier Donnerstag, 28. Februar, 19:00 Uhr Siebensterngasse 31, 1070 Wien Freundschaftliche Zusammenhänge bilden vielfach die Grundlage linker Subkultur, die ein breites Spektrum an Betätigungsmöglichkeiten bietet. Und was weiter? Die rasche Abfolge dieser Assoziationen eröffnet - gerade im Rahmen des neoliberalen Paradigmas und seiner Verwertung kreativen Potenzials - Fragen zum Verhältnis gegenwärtig wirksamer widerständiger Taktiken und der Möglichkeiten ihrer Kooptierung in die herrschenden Diskurse. Die Suche nach Alternativen innerhalb gegebener Machtstrukturen bleibt – auch heute, 40 Jahre nach 1968 – ein schwieriges Geschäft, dem die TeilnehmerInnen auch an diesem Abend nachgehen wollen. Heide Hammer: Revolutionierung des Alltags. Auf der Spur kollektiver Widerstandspraktiken. Milena Verlag, Wien 2007 Die Lust an der Veränderung bestimmt die Beschäftigung mit den im Buch zusammengeführten philosophischen und politischen Aktivitäten. Zentral an diesen Emanzipationsbemühungen ist ein antiautoritärer Gestus, der in einer popkulturellen Fassung unter sich keine Sklaven und über sich keine Herren sehen will. Mikropolitische Orientierungen, kapillare Wirkungen politischen Handelns werden entlang dieses Ansatzes zentral. Eine Skizze gelungener kollektiver Widerstandserfahrungen beginnend mit 1968 will der Motivation zu politischem Handeln nachspüren und die Lust an ihrer Wiederholung vergegenwärtigen. Hier wirken Begriffe wie Sabotage, Intervention, Störung, Rauschen, Guerilla in einem Spiel, das sich nicht in der Logik von Sieg und Niederlage erschöpft. Stattdessen erfolgt ein zähes und immer auch zweifelhaftes Festhalten an Formen der Ironie, Parodie, Subversion. Mikropolitische Orientierungen, kapillare Wirkungen politischen Handelns werden entlang dieses Ansatzes zentral. Marina Grzinic / Rosa Reitsamer (eds.): New Feminism. Queer and Networking Conditions. Löcker Verlag, Wien 2008. The book is an anthology that presents and constructs a configuration of acting and fighting for New Feminism by feminists, lesbians and queers. New Feminism opens the discussion on the most internal changes of feminism today, asking what are the conditions within global capitalism that inform and reshape its concepts, paradigms and statements in relation to labor, migration, capital and democracy. Claiming that a territory wider than just first world capitalism exists, we ask in the book for an urgent introduction into feminist theory and practice of questions, topics and agendas that react against wo/men trafficking, the forces of migration and bare lives, and reflect on possible new mode(l)s of their representation and articulation. Walter Baier: Prinzip EntTäuschung. Von den großen Erzählungen zur neuen Sprache der Politik. VSA Verlag, Hamburg 2007 Das Buch konfrontiert das reichhaltige Diskursmaterial der Neuen Sozialen Bewegungen mit den Erfahrungen der historischen Emanzipationsbewegungen und stellt die Frage: Wie kann nach dem Scheitern der großen Erzählungen des 20. Jahrhunderts eine neue geschichtswirksame politische Sprache gefunden werden, durch die sich die Besonderheiten der vielen einzelnen globalisierungskritischen Kämpfe in eine kosmopolitische Sprache übersetzen ließen?
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| Vortrag Auf Einladung von transform!at und KSV-LiLi kommt Prof. Dr. phil. Frank Deppe (Marburg) an die Universität Wien. Er hält einen Vortrag mit anschliessender Diskussion zum Thema Die deutsche Linke seit 1968 Zeit: Dienstag, 13. Mai, 19:00 Uhr Ort: HS 32, Uni Wien, Hauptgebäude Im Rahmen der Veranstaltung wird die 2. Ausgabe des Journals von transform! european network for alternativ thinking and political dialogue präsentiert. |
Abstract: In den vergangegen vierzig Jahren wurde die Linke - nicht nur in der Bundesrepublik Deutschland - im Zusammenhang der großen gesellschaftlichen und poltischen Umwälzungen mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert. Auf den Aufschwung der späten 60er und 70er Jahre folgten die Niederlagen der 80er Jahre, der Weg der Grünen zur Regierungspartei, dann die tiefe Krise des Sozialismus, die in Deutschland durch den Anschluss der DDR noch ein besonderes Profil erhielt. Seit den 90er Jahren: "Rifondazione" - Neugründung, die aber sowohl durch die Spezifik der DDR-Geschichte (PDS) als auch durch den neoliberalen Anpasssungskurs der SPD unter Schröder beeinflusst wurde. Die Linkspartei, die derzeit in Deutschland (auch im Westen) erfolgreich ist, hat die Chance, diese "Neugründung" zu einem Beispiel auch für die Entwicklung in anderen Ländern zu gestalten.
Frank Deppe, em. Professor für Politikwissenschaft an der Universität Marburg, ist Verfasser zahlreicher Schriften zur Geschichte der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung, zur marxistischen Theorie und zur europäischen Integration. Frank Deppe ist Mitglied der Linkspartei.
Schwerpunkte in Forschung und Lehre:
Politische Theorie
Geschichte und Politik der deutschen und der internationalen Arbeiterbewegung
Politische Soziologie der Gewerkschaften
Europäische Integration / Internationale Politische Ökonomie
Veröffentlichungen u.a.: Auguste Blanqui und das Problem der sozialen Revolution (1970); Das Bewußtsein der Arbeiter (1971); Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (1975); Geschichte der deutschen Gewerkschaftsbewegung (1977); Ende oder Zukunft der Arbeiterbewegung (1984); Niccolò Machiavelli (1987); 1992 - Projekt Europa (1989); Jenseits der Systemkonkurrenz (1991); Binnenmarkt 1992 - Zur Entwicklung der Arbeitsbeziehungen in Europa (1991); Zur Post-Maastricht-Krise der Europäischen Gemeinschaft (1993); Arbeitslosigkeit. Wohlfahrtsstaat und Gewerkschaften in der Europäischen Union (1995); Fin de Siècle. Am Übergang ins 20. Jahrhundert (1997) Politisches Denken am Anfang des 20 Jahrhunderts, Bd.I (1999); Ein neuer Kapitalismus ? (2001); Politisches Denken zwischen den Weltkriegen, Bd. II (2003), der vierte Band: "Politisches Denken im Kalten Krieg" ist im Erscheinen.




