Arbeitsleistung lohnt sich nicht, my darling...

Mittwoch, 31. August 2011 @ 13:40

Sogar die Statistik zeigt deutlich: Obwohl die Österreicherinnen und Österreicher seit 1997 rund ein Drittel (also 33 Prozent) mehr geleistet haben, erhalten die lohnangängig Erwerbstätigen nach Abzug der Preissteigerungen nur ein um rund drei Prozent höheres Nettoeinkommen als 1997.
Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung der Netto-Jahres-Einkommen (Median) der lohnabhängigen Männer und der Frauen, beide inflationsbereinigt (mit dem Harmonisierten Verbraucherpreisindex HVPI) im Vergleich mit der realen Produktivität (Bruttoproduktionswert pro Erwerbstätigen verkettet mit Volumenindizes) von 1997 bis 2009 zu Preisen 2005.
Man sieht deutlich das unterschiedliche Einkommensniveau von Männern und Frauen. Frauen verdienen nach wie vor rund ein Drittel weniger als Männer.
Der Median der Reallöhne wuchs um rund 3 Prozent, obwohl die Leistung (Arbeitsproduktivität pro Jahr und Erwerbstätigem/r) seit 1997 um mehr als 30 Prozent gewachsen ist.

Da sage noch jemand, dass sich in Österreich Leistung lohnt!




Datenquellen: Alle Daten stammen von der Statistik Austria.
Produktionswert zu Herstellungspreisen nach ÖNACE-Abteilungen, laufende Preise, Tab. 46_7609 (Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen 1978-2009)
Produktionswert zu Herstellungspreisen nach ÖNACE-Abteilungen, verkettete Volumenindizes, Tab. 47_7609 (Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen 1978-2009)
Erwerbstätige (Inlandskonzept, Vollzeitäquivalente) nach Wirtschaftsbereichen Tab. 11_7609 (Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen 1978-2009)
Nettojahreseinkommen der unselbständig Erwerbstätigen 1997 bis 2009 (online)
Harmonisierter Verbraucherpreisindex 1997 bis 2009 (online)

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